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Montag, 27. September 2021

[Rezension] The Evil of Salwood

 

@ thienemann-esslinger.de


Nur widerwillig lässt sich Faye zu einer Mutprobe überreden und betritt mit einer Gruppe anderer Jugendlicher den Wald außerhalb des Salzkreises. Dort im Nebelschleier lauern rachsüchtige Geister auf ihre nächsten Opfer. Was als harmloser Spaß beginnt, bringt schließlich ganz Salwood in Gefahr. Gemeinsam mit Ezra setzt Faye ihr Leben aufs Spiel, um das Dorf zu retten. 


Faye lebt mit ihrer Familie in einem Dorf, dass durch einen Salzkreis begrenzt ist. Nur dieser stellt eine Barriere für die Geister dar, die alles Leben verschlingen. Obwohl Faye und die anderen Jugendlichen sich der Gefahr bewusst sind, wagen sie die Mutprobe und verlassen den sicheren Kreis. Damit bringen sie eine Welle an Ereignissen ins Rollen, die das Leben aller für immer verändert. 

Faye und Ezra sind sehr sympathische Figuren und die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt. Sie wachsen in einer sehr kleinen Gemeinde auf, da das Leben aller durch die Geister und den Salzkreis bestimtm ist. Besonders spannend war für auch das Leben der Dörfler und ihre Bräuche und Feste, sowie die Bedeutung von Salz. Wirklich eine originielle und toll ausgearbeitete Idee. 

Ein bisschen gestört haben mich manche inhaltliche Wiederholungen. So wird einige Male erwähnt, dass Faye eine Aufgabe übertragen bekommt, die dann den gesamten Tag in Anspruch nimmt. Da sie dabei viel mit den Händen arbeiten muss, kann sie nicht mehr ihren Gedanken nachhängen. In der Richtung gibt es mind. vier Situationen und das hat schon ein bisschen gestört. 

Zahlreiche Plottwists halten das Tempo und die Spannung konstant oben und ich war bis zuletzt gespannt auf den Ausgang der Geschichte. Die Liebesgeschichte fand ich anfangs etaws irritierend, aber am Ende fügt sich alles zu einem runden Abschluss zusammen. 


"The Evil of Salwood" ist ein empfehlenswertes Buch! Mitreißend und spannend!




Montag, 6. September 2021

[Rezension] Der letzte Raabe des Empire

 

© thienemann-esslinger.de


Eine Mordserie versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Voller Entsetzen verfolgt Melvin die Ereignisse, denn er kannte jedes einzelne Opfer. Als auch noch das Mädchen getötet wird, das er heimlich liebt, setzt er alles daran, den Mörder aufzuspüren. Noch ahnt er nicht, dass in den dunklen Gassen des East End unheimliche Wesen auf ihn lauern. Und dass ihm ein einbeiniger Rabe auf Schritt und Tritt folgt...



Melvin ist bei einer Pflegefamilie aufgewachsen und kennt seine Eltern nicht. Zunächst verfolgt er die Morde an den Frauen aufgeregt und verstört, wie jeder andere Bewohner Londons. Dann fällt ihm allerdings auf, dass es eine Gemeinsamkeit zwischen all den Opfern gibt. Der Mörder ist hier kein geringerer als Jack the Ripper und der Autor hat Fakten und Fiktion sehr kunstvoll miteinander verwoben. 

Der Autor legt seinen Fokus zunächst darauf, alle Charakter einzuführen und wie Schachfiguren auf dem Spielfeld zu platzieren. Ich habe mir anfangs etwas schwer getan alle auseinander Figuren auseinander zu halten. Die Kapitel sind recht kurz und durch die ständigen Perspektivwechsel, kommt man nur schwer in die einzelnen Handlungen hinein. 

Auf den Leser wartet allerdings kein klassischer historischer Kriminalroman, sondern auch mystische Elemente sind vorhanden und geben der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Die verschiedenen Handlungsstränge werden erst ganz zum Schluss miteinander verknüpft und zu einem großen Finale zusammengeführt. 



Für meinen Geschmack war die Geschichte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Ich habe mir schwer getan Bezug zu den Protagonisten zu finden und mochte tatsächlich nur Melvins Abschnitte richtig gerne. Daher würde ich die Geschichte durchschnittlich bewerten.