Dienstag, 11. Mai 2021

Gemeinsam Lesen #245

 

"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  

Ich lese aktuell "Der Polizist" von John Grisham und bin auf Seite 440/672.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Acht Tage nach der Prügelattacke verbrachte Jake einen langen Nachmittag wie festgenagelt auf dem Stuhl eines Kieferchirurgen, der hämmerte und bohrte und seine Zähne mit einer Art Zement befestigte.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Das lange Warten hatte endlich wieder ein Ende und der neue Grisham ist da. Ich lese das Buch seit 2 Tagen und werde es heute wohl beenden. Es ist unfassbar spannend, aufwühlend und schockierend zugleich und der Autor weiß wie man einen wahren Sog entwickelt. Ich kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

4. Auf welchen Portalen stellst du deine Rezensionen online?

Ich nutze überwiegend meinen Blog, teilweise aber auch Instagram und Lesejury oder Lovelybooks. 

Montag, 10. Mai 2021

[Rezension] Codex Alera - Der erste Fürst

 

© blanvalet-verlag.de

Tavi von Claderon, der so lange als magielos verachtet war, sieht sich seiner Bestimmung gegenüber. Denn seine Kräfte sind endlich erwacht, und sie sind größer als die der mächtigsten Fürsten Aleras. Und das geschah keinen Tag zu früh! Die unmenschlichen Vord fallen mit ihren Horden über Alera her. Nichts scheint sie stoppen zu können. Nur wenn Tavi sein Erbe annimmt, kann er die zerstrittenen Parteien des Reiches einen. Denn für das Überleben von Alera ist es nötig, dass die Mächtigen des Reiches vor ihm niederknien - dem neuen Ersten Fürsten von Alera!

Die Vord übernehmen mehr und mehr das Land der Aleraner, während das der Canim längst verloren ist. Die hohen Fürsten verschanzen sich in ihren Städten und wehren sich mit allen Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen. Doch eines ist klar: Stirbt die Vordkönigin nicht, ist das Land und auch seine Bewohner verloren. 

Der junge Tavi ist erwachsen geworden und auch stärker und reifer. Ein letztes Mal muss er sein Geschick und Genie unter Beweis stellen, um seinem Volk zu Hilfe zu eilen und die Vordkönigin zu besiegen. Alles steuert auf einen letzten großen Kampf hin und wieder einmal hat Jim Butcher mich beeindruckt. Alle Handlungsstränge werden miteinander verwoben und zusammengeführt für das anstehende Finale. 

Nebenbei entwickelt sich auch seine Beziehung zu Kitai weiter, die nun darauf wartet, dass Tavi nach den Regeln ihres Volkes um sie wirbt. Die beiden sorgen bei der aufgeladenen Atmosphäre für ein paar Schmunzler und etwas Erleichterung, sie geben dem Leser immer wieder einen Moment zum durchatmen.

Die gemeinsame Bedrohung schafft neue Bündnisse und Freunde und lässt alte Zwietrachten in den Hintergrund rücken. Die Raffinesse der Aleraner hat mich mehrfacht in Staunen versetzt und das Finale ließ mich den Atem anhalten. Auf der einen Seite hat es großen Spaß gemacht die Reihe zu beenden, aber auf der anderen Seite wäre ich gerne noch länger bei den Völkern gewesen.



Ein grandioses Finale und ein würdiger Abschluss für diese herausragende Reihe, der nicht besser hätte sein können. Ich habe die Zeit mit Tavi und seinen Freunden sehr genossen und hätte sie gerne noch viel länger begleitet.



Sonntag, 9. Mai 2021

[Rezension] Codex Alera - Die Befreier von Canea

 

© blanvalet-verlag.de

Die wolfsähnlichen Canim sind in Alera eingefallen. Doch sie sind selbst Vertriebene, seit die schrecklichen Vord unaufhaltsam immer mehr von ihrer Heimat erobern. Tavi von Calderon, der neu ernannte Erbe des Throns von Alera, fasst einen verzweifelten Plan: Gemeinsam mit den Canim führt er sein Heer über das Meer, um die Vord zurückzudrängen und den Canim so eine Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. Doch während Tavi und seine Soldaten jenseits des Meeres in einem unerbittlichen Krieg kämpfen, dringen die Vord bereits nach Alera vor...

Der Autor bleibt seinem Schema treu und so steht Tavi wieder mal vor einer unzähligen Menge an Problemen und weiß gar nicht wessen er sich zuerst zuwenden soll. 
Gemeinsam mit Varg ist Tavi auf dem Weg zu dessen Heimat und dort werden sie, nach langer Überfahrt, ganz anders empfangen als erwartet. Tavis strategisches Genie ist wieder gefordert, nicht nur um seinem Volk, sondern auch dem der Canim zu helfen. 
Währenddessen breiten sich die Vorg in Alera immer weiter aus und stürzen das ganze Volk und sämtliche Fürsten in Bedrängnis. Es gibt also zwei große Schauplätze in diesem Band und beide Handlungsstränge könnten spannender nicht sein. Während man Alera inzwischen ganz gut kennt, war es schön auch die Heimat der Canim und ihr Volk weiter kennenzulernen.

Jim Butcher widmet sich in diesem Band verstärkt den Hauptfiguren, wodurch einige Nebencharaktere etwas in den Hintergrund geraten. Mich hat das allerdings nicht gestört, denn so wurde Tavi, Bernard, Amara und Isana genügend Raum für ihre Erlebnisse gegeben. 
Die Atmosphäre ist weniger humorvoll als in den vorherigen Bänden und man merkt deutlich, dass der Autor das Finale einläuten möchte. 

Besonders im letzten Drittel wird das Tempo noch einmal stark angezogen und der Leser pausenlos mit neuen Ereignissen konfrontiert. Die Auflösung einiger Probleme ist äußerst ungewöhnlich, aber schlüssig und Tavi hat mich erneut begeistern können. 


Ein weiterer grandioser Band, der Vorfreude auf das große Finale schafft. Dieser Band war wieder Lesevergnügen pur.