Samstag, 27. August 2022

[Rezension] Der Plot

 

© heyne-verlag.de


Eins wurde Jake Finch Bonner in New York als Autor gefeiert. Doch sein großer Wurf liegt Jahre zurück und mittlerweile unterrichtet er Kreatives Schreiben an einem kleinen College in der Provinz. Als einer seiner ehemaligen Studenen stirbt, bevor er seinen ersten Roman fertiggestellt hat, übernimmt Jake dessen perfekte Geschichte. Das Buch wird über Nacht zum Bestseller. Dann erreicht Jake plötzlich eine anonyme E-Mail, die nur einen Satz enthält: "Du bist ein Dieb". Mit jeder neuen Nachricht werden die Drohungen schärfer, und was eben noch eine Frage der Ehre und Karriere war, wird bald zu einem lebensgefährlichen Katz-und-Maus-Spiel.


Die Grundidee hat mich sofort begeistert und ich war richtig neugierig auf die Geschichte. Von einem Katz-und-Maus-Spiel oder Thrillerelementen liest man aber sehr wenig. 
Der Schreibstil ist sehr monoton und wirkt gewollt ohne dabei jedoch zum Ziel zu gelangen. Und es passiert die meiste Zeit einfach nichts. Irgendwann taucht die erste E-Mail auf und dann geht es doch wieder nur zäh hin und her und Spannung kommt keine auf. 

Die Charaktere sind allesamt blass und farblos und wie es am Ende ausgehen wird ist nicht sonderlich schwer zu erraten, da es nur eine handvoll Figuren gibt. Der Schluss selbst war auch ziemlich an den Haaren herbei gezogen und hat für mich nicht wirklich Sinn ergeben. Von Glaubwürdigkeit spreche ich besser gar nicht erst. Insgesamt eine total Enttäuschung.

Ich kann das Buch definitiv nicht empfehlen, da es für mich komplette Zeitverschwendung war. 





Sonntag, 31. Juli 2022

[Rezension] Acht perfekte Morde

 

© blanvalet-verlag.de


Was ist der perfekte Mord? Dieser Frage spürte Malcolm Kershaw, Buchhändler und Krimi Liebhaber, einst in seinem Blog nach. Er veröffentlichte eine Liste mit den acht ausgefeiltesten Morden in der Literatur. Nie hätte er gedacht, dass zehn Jahre später eine FBI-Agentin bei ihm aufschlägt, um ihn deswegen zu befragen. Agent Gwen Mulvey ist einer Mordserie auf der Spur, die auf unheimliche Weise an die Taten au fMalcolms Liste erinnert. Sie muss sich fragen: Wie steht der eigenbrötlerische Buchhändler mit den Taten in Verbindung - ist er Opfer oder Täter?


Tja wo fange ich jetzt am besten an? Also ein Thriller war das Buch auf keinen Fall, vielmehr ein entspannter Krimi. Jeglichen Nervenkitzel den ich mir von einem Thriller verspreche, sucht man in dem Roman leider vergeblich. 

Das Erzähltempo ist sehr langsam gewählt und insgesamt geht es sehr viel um die Gespräche zwischen Malcolm und der FBI-Agentin über die Handlung der acht Bücher von der Liste. Das war anfangs noch ganz interessant, zieht die Geschichte aber doch enorm in die Länge und viel passiert so natürlich auch nicht. 

Ich habe für die Länge des Buches relativ lange gebraucht es auszulesen, da ich mich an manchen Tagen nur schwer zum weiterlesen aufraffen konnte. Auch das Ende hat dann keine große Überraschung gebracht, sondern eher Erleichterung, es endlich geschafft zu haben. 


Leider für mich keine gute Leseerfahrung und daher auch keine Empfehlung von mir. 




Freitag, 22. Juli 2022

[Rezension] Die Sekte - Dein Feind ist dir ganz nah

 

© blanvalet-verlag.de


Franz Oswald hat einst eine mächtige Sekte angeführt - und hat alles verloren: seine Anhänger, sein Herrenhaus, sogar seinen Sohn. Nach einem Schlaganfall ist der charismatische wie intrigante Oswald nicht mehr er selbst. Doch dann sucht ihn die Journalistin Julia auf. Ein Rechercheauftrag hat sie zu einem neuen Kult geführt: eine religiöse Bruderschaft, die mit höchst grausamen Methoden Frauen unterdrückt. Julia, deren Mutter als Anhängerin Oswalds Entzsetzliches erlebt hat, will die neue Sekte stoppen. 
Doch um deren fürchterliche Mahcenschaften aufzudecken, braucht Julia jemanden, der versteht, wie eine Sekte denkt - und der genauso skrupellos ist wie sie: Franz Oswald. Aber aknn Julia es wagen, in dessen Netz gezerrt zu werden?

Schon beim Lesen des Klappentextes war ich mir nicht sicher, ob mir dieser Band der Reihe gefallen wird und leider hat sich meine Befürchtung dann bestätigt. 
Die Handlung ist ziemlich zusammen konstruiert, damit es wohl irgendwie noch weiter gehen kann. Für mich war es zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar, warum Franz Oswald der einzige Mensch weit und breit sein soll, der eine Sekte zerschlagen kann. Immerhin gäbe es ja auch Polizei und Spezialeinheiten für sowas. 

Auch Julias Alleingänge und ihre Naivität wurden zunehmend anstrengend. Sie wird immer als überreif und weise hingestellt, ihr Verhalten passt dazu aber nicht wirklich. Auch sonst konnte mich in diesem Teil kein Charakter sonderlich von sich überzeugen. 

Die Handlung selbst zieht sich enorm und es passiert nur wenig. Ich habe mich nur schwer zum weiterlesen motivieren können und war schlussendlich sehr erleichtert, als ich dann durch war. Es gab schon die ein oder andere interessante Wendung, aber wenn man das Buch nicht liest, hat man meiner Ansicht nach auch nichts verpasst. 

Leider eine überflüssige Fortsetzung, die so gar nicht überzeugen konnte.