Samstag, 3. Dezember 2016

[Rezension] Passagier 23


Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff >>Sultan of the Seas<< - niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtkommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der >>Sultan<< kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen - und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der >>Sultan<< verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Dieses Mal hat Sebastian Fitzek sich mit einem realen Thema auseinander gesetzt, denn jedes Jahr verschwinden viele Menschen einfach spurlos auf Kreuzfahrtschiffen und werden zumeist nie wieder gefunden. Genau um diese Thematik geht es auch in diesem äußerst spannenden und nervenaufreibenden Thriller. Polizeipsychologe Martin Schwartz verlor seine Frau und Kind während diese auf einer Kreuzfahrt waren. Was genau passiert ist konnte nie gelöst werden und so quälen die Ereignisse Martin bis heute. Die alte Dame, durch die er schließlich auf eine interessante Spur gebracht wird, war mir zunächst ein wenig suspekt und ich konnte sie nicht richtig einschätzen. Mit der Zeit habe ich sie aber besser kennen gelernt und sie wurde mir richtig sympathisch. 
Die Geschichte enthält verschiedene Handlungsstränge, welche von Sebastian Fitzek zu einem fulminanten Höhepunkt zusammengeführt werden. Dabei wird man als Leser von einem Adrenalinschub zum nächsten gejagt und Zeit zum durchschnaufen gibt es kaum. Die Handlung ist sehr rasant und hat mich komplett gefangen genommen. Ich bin komplett in die Geschichte eingetaucht und hatte das Gefühl selbst mit auf dem Schiff zu sein. Beinahe konnte ich das Rauschen des Meeres hören und den Wellengang am eigenen Körper spüren, so sehr war ich in der Story gefangen. 
Gekonnt lockt Sebastian Fitzek den Leser auf falsche Fährten und ich habe mehr als nur eine Theorie über Bord werfen müssen. Für die Auflösung des Ganzen hat sich der Autor wirklich ein paar interessante Elemente einfallen lassen, mit denen ich so nie gerechnet hätte. Für mich ist dieses Buch ein klarer Beweis, dass sich einfach jedes Buch von Herrn Fitzek lohnt! Ich bin begeistert von der ersten bis zur letzten Seite. 


Ein Thriller, der seinem Namen alle Ehre macht. Facettenreiche Charaktere und ein mitreißender Verlauf, bei dem spannende Lesestunden garantiert. Ein weiterer Fitzek unter sehr vielen, der sich wirklich zu lesen lohnt. 



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