Posts mit dem Label McFadyen Cody werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label McFadyen Cody werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. Oktober 2018

[Rezension] Die Stille vor dem Tod

© luebbe.de

Nicht jeder ist dazu geschaffen, ströme von Blut zu vergiessen. 
Ich schon. 

Ich behaupte aber nicht, überlegen zu sein - nur anders. Mir und anderen meiner Art fehlt die moralische Komponente unserer Handlungen, die den meisten Menschen zu eigen ist. Das bedeutet nicht, dass ich keinen Kodex habe - nur, dass ich nicht euren Kodex habe. Ich bin, was ich bin. Ich habe keine andere Wahl.


Bei diesem Band handelt es sich um den fünften Teil der Smoky-Barrett Reihe. Man muss nicht zwingend die vorherigen Bände gelesen haben, aber ich würde es empfehlen, da man sonst evtl. bei der Auflösung alter Fälle gespoilert werden könnte. 

Bislang war ich von der Reihe sehr positiv überraschend, auch wenn sie so ihre Schwächen hat. Smoky muss allerhand durchleiden in ihren Fällen und das ist des öfteren recht weit von der Realität entfernt. Aber nachdem ich mich darauf eingestellt hatte, hat mir das gar nichts mehr ausgemacht und ich habe die Bücher sehr genossen. 
Nun allerdings hat es der Autor meiner Meinung nach übertrieben. Was in diesem Band passiert ist einfach zu viel des guten. Es passiert eine sinnlose Aneinanderreihung von Erlebnissen, bei denen man den Eindruck bekommt, dass McFadyen alles versucht um seine bisherigen Ideen zu übertrumpfen. Ernst nehmen konnte ich die Geschichte jedenfalls überhaupt nicht. 

Auch die Entwicklung der Geschichte als solches hat mir überhaupt nicht gefallen. Es gibt viel therapeutisches Blabla und Smoky badet sich im Selbstmitleid, während lauter alte Fakten zum wiederholten mal durchgekaut werden. 

Mir fällt es tatsächlich schwer zu glauben, dass es sich hierbei um den gleichen Autor handelt, wie bei den vorherigen Bänden. Ich bin total enttäuscht und war ehrlich gesagt erleichtert, als ich das Buch nach einem vorhersehbaren und faden Ende endlich zur Seite legen konnte. 


Kein Vergleich zur bisherigen Reihe, sondern stattdessen ein totaler Flop. Ich bin maßlos enttäuscht und weiß nicht ob ich einen weiteren Band noch kaufen würde. 


Mittwoch, 19. September 2018

[Rezension] Ausgelöscht

© luebbe.de

Ich hatte einmal ein Leben .
Doch ich erinnere mich nicht mehr daran. 
Ich hatte eine Familie. 
Doch ich kenne sie nicht mehr. 
Ich hatte viele Erinnerungen. 
Doch jemand war in meinem Gehirn. 
Er hat alles ausgelöscht. 
Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.


Bei "Ausgelöscht" handelt es sich um den vierten Band der Smoky-Barrett-Reihe von Cody McFadyen. 

Ich begleite Smoky nun ja schon durch einige Bände und da taucht immer wieder ein Punkt auf, bei dem ich mir nie so ganz einige werde ob es mich jetzt stört, oder ob ich es gut finde. Smoky steht immer wieder im Fokus der Täter und erlebt wahrlich die Hölle. Sehr realistisch ist das nicht, aber auf der anderen Seite wird es dadurch immer wieder total spannend. Insgesamt wäre es aber dennoch mal schön, wenn Cody McFadyen auch einmal eine andere Strategie für einen Fall nutzen würde. 
Der Autor zeichnet dieses Mal das Bild eines hochintelligenten, gefühlskalten Serienkillers, der einem wahre Albträume bescheren kann. Als Leser erhält man auch mehrere Einblicke in die Vergangenheit des Täters. So konnte man dessen Ansichten teilweise sogar nachvollziehen bzw. verstehen und das war irgendwie doch sehr schockierend. 

Die vorwiegenden Themen dieses Thrillers sind Lobotomie und das Chatten in diversen Foren. Bei der Lobotomie werden dem Patienten die Nervenenden zum Gehirn durchtrennt. Dieser Vorgang war in der Vergangenheit in Psychiatrien gängig und ist einfach nur grausam und abscheulich. Mich hat das Schicksal der Frau sehr getroffen. 

In den ersten Bänden der Reihe dominiert eine brutale und harte Schreibweise des Autors. Es wird immer wieder sehr blutig und als Leser braucht man ab und an einen starken Magen. Von diesem Stil wendet Cody McFadyen sich seit dem letzten Band allerdings ab und verfolgt diesen neuen Weg auch in "Ausgelöscht" weiter. Mir gefällt das sehr gut, da er nun mehr auf die psychologische Ebene geht, anstatt auf Schocker zu setzen. 



Das war nicht mein erstes Buch von Cody McFadyen und ich war mir inzwischen sicher, dass ich den Autor und seinen Stil kenne, dass mich nichts mehr eiskalt überraschen würde. Wie sehr man sich doch täuschen kann. Ich hoffe es wird noch viele weitere Fälle für Smoky Barrett geben. Ein großartiger Band und eine unglaublich spannende Reihe!



Mittwoch, 5. September 2018

[Rezension] Das Böse in uns

© luebbe.de

Es mag Zufall sein, dass gerade du dieses Buch in den Händen hältst. Vielleicht aber auch nicht. 
Ich habe dich schon lange im Visier und beobachte dich, während du diese Zeilen liest. 
Ich kenne dein kleines Geheimnis. Es lastet wie ein dunkler Schatten auf deiner Seele. 
Keine Angst. 
Ich werde dich davon erlösen!


Wie bereits in den ersten beiden Bänden, geht es auch bei diesem Teil der Reihe um einen Serienmörder, den es zu fassen gilt. Smoky Barrett und ihr Team haben es allerdings dennoch mit einem ungewöhnlichen Mord zu tun. Der Mord fand in einem Flugzeug noch mitten während des Fluges statt. Vom Mörder oder Zeugen, Beweisen etc. keine Spur. Das ist das gesamte Wissen und Können der Gruppe rund um Smoky gefragt. 

Eine besondere Rolle spielen in diesem Band die persönlichsten Geheimnisse, die jeder von uns tief in sich begraben trägt und vermutlich auch nur ganz ganz wenigen Menschen anvertraut. Was passiert, wenn genau diese Geheimnisse ans Licht kommen und am Ende alles zerstören? Für mich haben sich hier viele Fragen aufgetan und ich habe immer wieder über die Geschehnisse nachgedacht und konnte auch gut einen Bezug zu mir selbst herstellen. Wie wäre es mir ergangen? Wie hätte ich reagiert? Dadurch war ich sehr tief mit der Handlung verbunden. 

Die Schock-Elemente, die brutal zugerichtet Leichen und auch der psychische Aspekt, mit dem Cody McFadyen sonst mit seinen Lesern spielt, ist in "Das Böse in uns" etwas herunter geschraubt. Für den ein oder anderen mag das vermutlich sehr schade sein und ein No go, ich persönlich empfand es jedoch als eine erfrischende Abwechslung.

Die Beziehung zwischen Smoky und Bonnie nimmt dieses Mal einen hohen Stellenwert in der Geschichte ein. Dadurch gerät der eigentliche Fall manchmal schon beinahe ein wenig in den Hintergrund. Das ist auf der einen Seite schade, weil dadurch die Spannung manchmal etwas abflaut, auf der anderen Seite ist aber die Entwicklung der Beiden sehr bedeutend und wichtig. Der Autor hat hier versucht beides unter einen Hut zu bekommen und ich würde sagen, dass das auch größtenteils gelungen ist. 

Einziger großer Kritikpunkt für mich, der wirklich inzwischen schon echt nervig ist, ist die Tatsache, dass in jedem einzelnen Teil der Reihe sehr ausführlich beschrieben wird, wie die einzelnen Figuren aussehen und welches Schicksal sie erlitten haben. Das mag für Neulinge die nicht beim ersten Band anfangen gut und nützlich sein, aber für jeden anderen ist es extrem doof. Dieser Teil ist ziemlich ausführlich und man liest dadurch immer wieder das Gleiche.


Der dritte Band der Reihe hat mir bislang am besten gefallen und ich freue mich schon auf die weiteren Teile. Die Spannung war zum greifen nahe und ich bin schon gespannt welche schockierenden Fälle in den nächsten Teilen auf mich warten. 



Freitag, 17. August 2018

[Rezension] Der Todeskünstler

© luebbe.de

DAS GRAUEN IST HIER.
Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Türe öffnet. 
Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. 
Auf dem Bett liegen zwei tote Körper - 
GESCHÄNDET, ENTSTELLT, AUSGEWEIDET.
Neben ihnen kauert ein Mädchen. 
Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. 
ER WIRD WIEDER ZU IHR KOMMEN...


Bei "Der Todeskünstler" handelt es sich um den zweiten von aktuell fünf Bänden der Smoky-Barrett-Reihe. Nachdem der erste Band einen äußerst positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat, waren die Erwartungen an diesen Teil entsprechend hoch. Denen wurde die Fortsetzung jedoch leider nicht gerecht. 

Die ersten Kapitel waren für mich ein wenig schwierig, da sich der Autor in der Wiederholung von Vergangenem verliert. Dieser Teil war eindeutig viel zu sehr in die Länge gezogen und anstatt Spannung kommt erst einmal Langeweile auf. Auch der erneuten Vorstellung der Figuren wird viel Raum gegeben, was total unnötig ist, da man diese bereits allesamt aus dem Reihenauftakt kennt. 

Dann rückt Sarah in den Fokus des Geschehens, das Tempo nimmt zu und es zeichnet sich langsam ein Spannungsbogen ab. Sarah erlebt man vor allen Dingen durch ihre Tagebucheinträge, die mich immer wieder aufgerüttelt und schockiert haben. Es ist einfach furchtbar was sie bereits in so jungen Jahren erlebt hat und wie sie versucht es zu verarbeiten. 

Smoky Barrett und ihre Kollegen werden zu einem grausamen Mord gerufen und beginnen mit ihrer Ermittlungsarbeit. Die ersten Fragen werden sehr schnell und für meinen Geschmack zu einfach geklärt. Der Täter, der eigentlich mysteriös wirken soll, nimmt zunächst eine viel zu große Rolle ein und erzählt eindeutig zu viel. Dadurch bleibt die Spannung erst einmal etwas flach. 

In der zweiten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse beinahe und endlich konnte mich die Geschichte richtig fesseln. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 
Die Lösung des Falles selbst hat mich im Vergleich zum ersten Band, allerdings enttäuscht zurück gelassen. Smoky Barrett kommt lediglich durch einen sehr sehr sehr großen Zufall auf die richtige Spur, die letztendlich zum Täter führt. Dabei handelt es sich dann um eine Person und eine Vorgehensweise, die zuvor nicht einmal ansatzweise in Betracht gezogen wurde und meiner Meinung nach macht der Autor es sich hier etwas zu einfach. Mir fehlt die Raffinesse, die manche seiner Kollegen bei der Aufklärung ihrer Morde an den Tag legen. 

Aufgrund kleinerer Schwächen konnte mich dieser Band nicht so überzeugen wie sein Vorgänger. Dennoch hat mich das Buch zum großen Teil gefesselt und in seinen Bann gezogen und ich möchte gerne die weiteren Teile lesen. 



Freitag, 12. Januar 2018

[Rezension] Die Blutlinie

© Quellenangabe: https://www.luebbe.de/

Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Killers. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen - einen Traum, der für viele zum Albtraum werden könnte...


Cody McFadyen ist bekannt und beliebt für seine außergewöhnlichen, spannenden aber auch brutalen und rücksichtslosen Thriller. Ich habe es nun endlich auch geschafft eines seiner Bücher zu lesen. Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass man einen starken Magen und Nerven aus Drahtseil benötigt für seine Bücher. So werden z.b. die Morde und Leichenfunde bis ins kleinste Detail geschrieben. Aber auch auf psychologischer Ebene hat der Autor mich mehrmals eiskalt erwischt und regelrecht geschockt. Es gab sogar eine Stelle bei der ich wirklich Tränen in den Augen hatte und nicht begreifen konnte, was da gerade passiert. 

Smoky Barrett ist eine beeindruckende FBI-Agentin und ich bewundere ihre eiserne Willensstärke, mit der sie immer weiter kämpft und niemals aufgibt, selbst wenn sie nirgends ein Licht der Hoffnung sieht. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Die Jagd nach dem Täter wird zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel, wobei der Killer auch nicht davor zurück schreckt, Smoky, ihre Kollegen und deren Liebste zu bedrohen. 
Das Team selbst hat mir außerordentlich gut gefallen. Verschiedene Charakatere, die zum Teil unterschiedlicher nicht sein könnten, ergänzen sich perfekt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Dieses Teamwork ist für eine solche Arbeit wohl auch unerlässlich. Dabei lernen wir nicht nur Smoky, die Hauptfigur besser kennen, sondern auch die anderen Teammitglieder. Man kennt ihre Stärken und Schwächen und erfährt auch einige Details aus ihrem privaten Hintergrund. 

Der Schreibstil von Cody McFadyen ist herausragend und gleicht einer Achterbahn fahrt. Bereits von der ersten Seite an hat der Autor mich gefesselt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dem Leser wird keine Verschnaufpause gegönnt und die Spannung ist permanent sehr hoch. Ein Ereignis jagt das nächste und wenn man einmal denkt, noch schlimmer, noch spannender kann es nicht werden, wird man schon auf der nächsten Seite eines besseren belehrt. 



"Die Blutlinie" ist spannungsgeladener Thriller, bei dem ein wirklich außergewöhnlicher Killer gejagt wird. Smoky und auch ihr Team zählen von nun an zu meinen Lieblingsermittlern und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Fälle von ihnen. Ich habe selten ein so spannenden und nervenaufreibenden Thriller gelesen. Es hat mich von Beginn an gefesselt und nicht mehr losgelassen, daher eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits!