Montag, 30. März 2020

[Kurz-Rezension] Blutgott

© droemer-knaur.de

Ein Mädchen sitzt allein in einem schäbigen alten Abteil eines IC, der gerade Nordrhein-Westfalen durchfährt. Plötzlich öffnet sich quietschend die Tür: Eine Gruppe Jungen betritt das Abteil. Zielstrebig nähern sie sich den Fenstern und ziehen die Vorhänge zu. WAs dann geschieht, jagt selbst den hartgesottenen Ermittlern vom LKA Berlin um Clara Vidalis, Kriminalkommissarin und Expertin für Pathopsychologie, Schauer über den Rücken...
Und es bleibt nicht bei diesem einen außergewöhnlich brutalen Mord, verübt noch dazu von einer Gruppe Minderjähriger - bald schlagen die kindlichen Killer-Kommandos in ganz Deutschland zu. Clara Vidalis glaubt nicht an Zufälle. Und sie kann auch nicht glauben, dass die Teenager auf eigene Faust gehandelt haben. Was sie nicht ahnt: In seiner Welt ist ihr wahrer Gegner ein Gott. Und die Messen, die er von seinen Anhängern fordert sind blutige >>slash mobs<<. 

Vorab möchte ich direkt sagen, dass ich das Buch auf Seite 162 abgebrochen habe und sich meine Rezension nur auf die von mir gelesenen Seiten bezieht. 

Bereits nach wenigen Seiten kommt es zu der ersten Tat, wie oben im Klappentext beschrieben. Die hier vorhandene Brutalität hat mich extrem erschüttert und mir ist beinahe schlecht geworden. Dabei habe ich durchaus einen starken Magen und lese öfter mal Thriller in denen es etwas heftiger zugeht. Dieser Mord war für mich allerdings zuviel des Guten vor allem wenn man bedenkt, dass junge Teenager die Tat verübt haben sollen. 
Selbst wenn diese dazu angestiftet wurden halte ich die Ereignisse für komplett unrealistisch und überzogen und unnötig gewaltvoll. 
Insgesamt liest sich das Buch wie eine einzige Ansammlung brutaler Momente. Figuren, Ermittlungen und Schauplätze selbst geraten komplett in den Hintergrund. Von Spannung braucht man gar nicht erst reden. 
Nachdem sich nach weiteren Kapiteln keine Besserung eingestellt hat, habe ich das Buch schließlich abgebrochen. 

Für mich leider ein wirklich schlechtes Buch voller unnötiger Gewalt und ich bin tatsächlich erstaunt, dass Droemer Knaur so etwas veröffentlicht. Leider keine Leseempfehlung, vielmehr rate ich davon ab zu diesem Buch zu greifen. 


Sonntag, 29. März 2020

[Leselaunen] Readingtime



Hey meine Lieben, 

"Leselaunen" werden von der lieben Trallafitti geleitet. Schaut doch mal vorbei, jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen :)



Aktuelle Bücher
              



Flucht an die Themse ist der zweite Fall für Daniel Pitt und wie mir dieser gefallen hat könnt ihr unten in meiner Rezension nachlesen. 
Aktuell lese ich Blutgott, welches mir von Droemer Knaur als Leseexemplar zugeschickt wurde. Bislang ist die Geschichte vor allen Dingen verstörend und widerlich und sehr sehr ekelhaft, weshalb ich nicht weiß ob ich das Buch auch wirklich beenden möchte. 


Momentane Lesestimmung

Diese Woche habe ich ein bisschen weniger gelesen, da ich viel für die Schule gelernt habe und mein Kopf dann auch mal eine Pause brauchte.



Und sonst so? 
Blogkram

Diese Woche sind 4 Beiträge (Leselaunen ausgenommen) online gegangen: 


Gemeinsam Lesen

Rezension | Sternenblütenträume | Ulrike Sosnitza
Top Ten Thursday
Rezension | Flucht an die Themse | Anne Perry



Zitat der Woche

Feder und Papier entzünden mehr Feuer, als alle Streichhölzer dieser Welt.
- Malcolm Stevenson Forbes -



Mitten aus dem Leben

Viel berichten kann ich euch aus meinem Alltag gerade nicht, da ich wie alle anderen alleine zu Hause bin und das Haus nur zum Spazieren und Einkaufen verlasse. Es gab bereits zwei Tage an denen es mir gar nicht gut ging und ich sehr emotional war, da ich das Gefühl hatte mir fällt jetzt dann die Decke auf den Kopf. 
Im Moment geht es wieder und ich versuche mich so gut es geht zu beschäftigen und abzulenken. 
Die Abschlussprüfungen für meinen Jahrgang wurden verschoben und wir haben nun neue Termine bekommen, die zwei Monate später sind. Mal sehen ob das dann klappt, ich hoffe es sehr!


Wie war denn eure Woche?


Alles Liebe
eure

Samstag, 28. März 2020

[Rezension] Flucht an die Themse

© heyne-verlag.de

Daniel Pitt, Sohn des berühmten Ermittlers Sir Thomas Pitt, gerät in seinen zweiten gefährlichen Fall: Der Botschaftsangestelle Philip Sidney soll in den USA eine Frau überfallen haben und unter dem Schutz diplomatischer Immunität an die Themse geflohen sein. Daniels Schwager ist von Sidneys Schuld überzeugt und fleht Daniel an, gegen diesen vorzugehen. Dann wird ausgerechnet Daniel als Sidneys Verteidiger bestellt. Schon bald entdeckt er, dass hinter dem Verbrechen jemand anders stecken könnte. Jemand, der einen gewaltigen Umsturz plant.


Nachdem Daniel Pitt seinen ersten schweren Fall bravourös gemeistert hat, steht er nun vor seiner zweiten großen Herausforderung. Er soll einen Mann verteidigen von dessen Schuld er zunächst überzeugt ist. Dann schleichen sich mehr und mehr Zweifel ein und der Fall nimmt ungeahnte Ausmaße an. 

Gemeinsam mit der Unterstützung seines erfahrenen Kollegen Mr. Kitteridge beginnt Daniel Nachforschungen anzustellen und die unzähligen Unterlagen zu dem Fall zu sichten. Auch die Hilfe von Miriam nimmt er danken an, zumal sie ihm in seinem ersten großen Fall eine große Stütze war. 
Während die Ermittlungen einen großen Raum der Handlung einnehmen, so gibt es auch viele Passagen, in denen man Daniels Familie näher kennen lernt. Seine Schwester Jemima lebt seit ihrer Heirat mit Patrick in den USA und ist nun für einige Wochen zu Besuch in ihrer Heimat, gemeinsam mit ihren beiden Kindern. Obwohl die beiden sich lange nicht mehr gesehen haben und jeder nun seine eigenen Wege geht, spürt man doch deutlich die tiefe Verbundenheit zwischen Jem und ihrem Bruder. 
Der Angeklagte Sidney war für mich lange Zeit ein Rätsel, da er selbst überraschend wenig zu Wort kommt. Auch in die Ermittlungen und deren Ergebnisse wird er nur wenig einbezogen. Er nimmt mehr und mehr die Rolle einer Randfigur ein und das hätte meiner Ansicht nach durchaus besser und vor allen Dingen anders gelöst werden können. 

Daniels Nachforschungen sind äußerst zäh und nur mühsam gibt es erste Erfolge zu verbuchen. Auch wenn die Darstellungen äußerst realistisch sind, so liest es sich mitunter langatmig, da man als Leser das Gefühl hat kein Stück voran zu kommen. Endlose Dialoge, immer wieder neue Theorien und Anhaltspunkte die dann doch wieder vorworfen werden. Ein endloser Kreis beinahe aus dem man nur zu gerne ausbrechen möchte. 

Auf den letzten Seiten steigt die Spannung dann doch noch einmal ernorm an, als es zum entscheidenden Verhandlungstag vor Gericht kommt. Hier konnte Daniel richtig gut glänzen und hat seine Rolle perfekt ausgefüllt. 


"Flucht an die Themse" hat durchaus seine kleinen Momente und Höhepunkte, insgesamt kann es allerdings nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten. Mir waren die zähen Stellen, dann doch zu zahlreich und tatsächlich war ich gegen Ende hin froh, dass Buch nun geschafft zu haben.