Freitag, 7. Oktober 2016

[Rezension] Kalt gestellt



Als Staatsanwalt Stu Stark den wichtigsten Fall seiner Karriere verliert, muss er sich beruflich neu orientieren. Um auf andere Gedanken zu kommen, lässt er sich auf einen Trip durch Alaskas Wildnis ein. Was wie ein Abenteuer beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum - denn nach einer Woche wird er nicht am vereinbarten Treffpunkt abgeholt. Man hat ihn im eisigen Polarklima zurückgelassen, wo ihm schon bald der Tod droht. Seine einzige Rettung ist ein alter Jäger, der ihn über den Winter bei sich auf nimmt. Für den ehemaligen Anwalt beginnt ein hartes Überlebenstraining, das er nutzen will, um sich an denjenigen zu rächen, die ihn verraten haben...


Vorab möchte ich sagen, dass diese Rezension den ein oder anderen Spoiler enthalten wird, da ich meine Kritikpunkte sonst nicht richtig erklären kann. Wer das Buch also selbst noch lesen möchte ohne Details zu kennen sollte an dieser Stelle mit dem Lesen abbrechen. 
Ich muss sagen, dass dies wieder einmal ein Buch ist bei dem mich der Klappentext meiner Meinung nach falsch über den Inhalt informiert hat. In diesem heisst es ja, dass Stu den Überlebenskampf nutzen will um sich rächen zu können. Tatsächlich erfährt Stu allerdings erst ganz zum Ende hin des Buches, dass er zurück gelassen wurde und es sich nicht um ein Versehen handelt. Dadurch verläuft die Geschichte natürlich ganz anders als von mir erwartet. 
Auch der Überlebenskampf gemeinsam mit dem Jäger beginnt erst gut bei der Hälfte des Buches, meiner Ansicht nach viel zu spät. Zuvor kommt eine doch recht lange Einführung in Stu's altes Leben und dann seine geplante Zeit bis zu dem Tag an dem er abgeholt werden sollte. Hier warten durchaus einige interessante Passagen dabei und sein Trip verläuft von Anfang ganz anders als geplant und mit vielen Hürden, allerdings so richtig packen konnte mich die Geschichte nie. Irgendwie hat das gewisse Etwas gefehlt und wirklich warm geworden bin ich mit Stu auch nicht. Vieles wirkte zu konstruiert zu perfekt geplant und dadurch wurde der Geschichte einiges an Potenzial genommen. 
Ich habe die Geschichte schon lesen wollen, da ich neugierig auf den Ausgang war, wurde hier leider aber ebenfalls ein bisschen enttäuscht. Zieht sich die Zeit in Alaskas teilweise doch sehr in die Länge, so kam es mir am Ende vor als würde ich plötzlich mit einem ICE durch die Seiten preschen. Alles passierte sehr schnell und gehetzt aufeinander, als wollte der Autor endlich sein Buch fertig bringen und hätte selbst schon keine Lust mehr darauf. 
Insgesamt hatte ich mir da doch mehr erhofft. 

Ein Thriller, der ruhig etwas mehr Spannung vertragen hätte und bei dem ich mit keiner Figur wirklich warm wurde. Zudem verspricht der Klappentext eine andere Story als man sie dann tatsächlich vorfindet. Ich war zwar von einige Passagen gefesselt, aber wirklich in seinen Bann ziehen konnte mich das Buch nicht. 


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