Freitag, 24. März 2017

Fantasy Genre

Hey meine Lieben, 

wie ihr wisst stellt Fantasy mein liebstes Genre dar, doch Fantasy ist nicht gleich Fantasy. Es gibt Subgenre wie z.b. High Fantasy, Urban Fantasy oder auch Dark Fantasy. Dabei den Überblick zu behalten und sämtliche Unterschiede festzustellen ist gar nicht immer so leicht. 
Aus diesem Grund habe ich eine kurze Übersicht für euch, die vielleicht ein bisschen Licht ins Dunkel bringt ;)


Allgemein

Die Welt in der die Geschichte spielt unterscheidet sich stark von der unseren und enthält viele fantastische Elemente und auch Wesen. Es können auch Mischformen vorkommen, bei denen Dinge vorkommen die uns bereits bekannt sind und solche, die man aus Märchen kennt oder komplett frei erfunden sind. 


High Fantasy

Hier spielt die Geschichte in einer in sich geschlossenen Welt und Kernpunkt der Story ist diese Welt die auf irgendeine Art und Weise bedroht wird. Die Atmosphäre erinnert dabei an das Mittelalter, ist episch und es ist viel Magie enthalten. Zudem wird die Welt sehr detailliert geschildert und ist sehr komplex in ihrem Aufbau.
Beispiele: Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien, Askir-Reihe von Richard Schwartz, Die Zwerge von Markus Heitz


Urban Fantasy

Hier spielt die Geschichte in der realen Welt, wobei fantastische Elemente mit eingewoben werden. 
Beispiele: Harry Potter von J. K. Rowling, Twilight von Stephenie Meyer, Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare


Low Fantasy

Bei diesem Subgenre ist die Welt deutlich weniger komplex aufgebaut als bei High Fantasy. Stattdessen stehen die Figuren und ihr Schicksal im Vordergrund. Dabei ist das Tempo eher rasant und es gibt eine actionreiche Handlung.
Beispiele: Der goldene Kompass von Phillip Pullman


Animal Fantasy

Wie man aus dem Namen bereits ableiten kann, dreht sich alles um Tiere und diese stellen die Figuren der Geschichte dar. 
Beispiele: Warrior Cats von Erin Hunter


Märchenromane

Hierbei handelt es sich um märchenhafte Geschichten oder moderne Märchen.
Beispiele: Die dreizehnte Fee von Julia Adrian, Aliche im Wunderland von Lewis Caroll


Dark Fantasy

Während bei den anderen Genre die Handlung im fantastischen Bereich ihren zentralen Punkt hat, so ist lässt sie sich hier dem Genre Horror zuordnen. Dabei ist die Welt düster gehalten und es gibt Dämonen oder vergleichbare Schattenwesen. 
Beispiele: Geliebte der Nacht von Lara Adrian


Sience Fantasy

Bei Sience Fantasy handelt es sich um Mischung aus Fantasy und Sience-Fiction.
Beispiele: Star Wars von George Lucas


Humor Fantasy

Humor Fantasy äußert sich durch einen ironischen Umgang mit typisch fantastischen Elementen. Aber auch Parodien über bekannte Fantasy Geschichten zählen hierzu.
Beispiele: Scheibenwelt von Terry Pratchett, Barry Trotter von Michael Gerber


Paranormal Romance

Die zentrale Handlung lässt sich dem Genre Liebesroman zuordnen und nicht dem Fantasy Genre. 
Beispiele: Blutschwestern von Richelle Mead, Blutrote Küsse von Jeanine Frost


Zeitreisen

In Zeitreisen-Geschichten haben die Figuren die Möglichkeit entweder mittels einer Gabe oder bestimmter Gegenstände oder Umstände durch die Zeit reisen. Dabei ist es möglich in die Zukunft und/oder Vergangenheit zu reisen. 
Beispiele: Outlander-Reihe von Diana Gabaldon


Die Zahl der Subgenre könnte noch ein Weilchen weiter geführt werden, aber ich habe für euch die bekanntesten und gängigsten heraus gesucht. Ich hoffe diese kleine Übersicht hilft euch weiter und gefällt euch. 

Alles Liebe
eure

Mittwoch, 22. März 2017

[Rezension] Land der Dornen


Schottland 1872. Elizabeth Drummond kann der bitteren Armut nur entfliehen, wenn sie ihren Cousin Alexander Kinross heiratet. Am Ende der langen Reise ins unvorstellbar ferne Australien erwartet sie in Sydney ein Bräutigam, der ihr noch mehr Furcht einflößt als das heiße, wilde Land. Dennoch kann sie sich als seine Frau glücklich schätzen, denn unter der kargen roten Erde seiner Ländereien verbirgt sich eine der reichsten Goldminen der Welt. Doch es sollen Jahre voller schicksalhafter und dramatischer Begebenheiten vergehen, bis Elizabeth in ihrer neuen Heimat etwas völlig Unerwartetes entdeckt - die Liebe...


Colleen McCullough ist mit dieser Familiensaga ein herausragender Roman gelungen. Erzählt wird die Geschichte von Alexander Kinross, dem die wohl größte Goldmine der Welt gehört. Alexander ist ein ehrgeiziger, intelligenter Mann, der nicht vor harter Arbeit zurück schreckt und sich von ganz unten nach oben an die Spitze gearbeitet hat. Dabei hatte er es oftmals sehr schwer im Leben und hat dennoch nie aufgegeben, sondern sich immer durchgebissen. Alles was ihm zu seinem perfekten Glück noch fehlt ist eine Ehefrau, die ihm Kinder schenken wird. Daher lässt er aus seiner Heimat eine Cousine zu ihm nach Australien reisen, Elizabeth Drummond.
Elizabeth wurde, wie für diese Zeit üblich, nicht nach ihrer Meinung gefragt, sondern viel mehr an ihren zukünftigen Ehemann verkauft. So muss sie sich nicht nur mit ihrem Schicksal geschlagen geben, sondern gleichzeitig an ein neues Land, Klima, Werte und ihren Ehemann gewöhnen. Ich habe oftmals mit Elizabeth mitgefühlt und hätte ihr gewünscht, dass ihre Ehe glücklicher verläuft. 
Besonders begeistert hat mich die Figur von Anna. Ich möchte vorab nicht zu viel über sie verraten, da es sonst die Spannung nehmen würde. Aber ich finde es bemerkenswert, dass sich die Autorin hier an ein Thema heran getraut hat, das andere Schriftsteller in diesem Genre eher scheuen. 
Nell wiederum hat mich mehrfach zur Weisglut getrieben. Ihre ungestüme, unfreundliche Art gegenüber ihrer Mutter und auch der mangelnde Respekt haben mich richtig wütend gemacht. Von ihrem Vater hätte ich mir hier auch mehr Konsequenz gewünscht. Für mich ist sie einfach nur verzogen.
Der Roman ist sehr gut recherchiert, was man bei Colleen McCullough nicht anders erwarten kann. Ihr gelingt es einfach wundervoll, geschichtliche Ereignisse dieser Epoche sowie zeitgenössische Persönlichkeiten mit in den Roman einfließen zu lassen. Dabei erfährt man auch einiges über die Geschichte Australiens ohne sich dabei an Geschichtsunterricht erinnert zu fühlen. Ich habe eine sehr schlaflose Nacht hinter mir, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, so sehr hat mich die Geschichte der Familie Kinross gefesselt. 


"Land der Dornen" ist für mich ein Meisterwerk, dass in keinem Bücherregal fehlen sollte. Es war mein erstes Werk der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Ich habe mich großartig unterhalten gefühlt und hätte gerne noch viel mehr von der Familie gelesen. 





Dienstag, 21. März 2017

[Rezension] Zwölf Wasser - In die Abgründe


Die Undae, hohe Frauen, die das Wasser lesen können, haben die Menschen gewarnt: Schwindet das Wasser, schwindet die Menschlichkeit. Drei von ihnen sind auf dem Weg zu den zwölf Quellen, um das Schlimmste abzuwenden. Aber kann das noch gelingen? Ein vernichtender Krieg bahnt sich an, tiefe Erdspalten tun sich auf, Beben erschüttern die Städte des Kontinents. Und weit im Süden, in der segurischen Hauptstadt Agen, bereitet die dämonische Asing ihre Rückkehr vor. 

Bei "In die Abgründe" handelt es sich um den zweiten Band der Trilogie. Der erste hat mir sehr gut getan und ich war begeistert von der Welt, die E. L. Greiff erschaffen hat. 
Obwohl ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut hatte, fiel mir das Lesen stellenweise sehr schwer. Der Autor verliert sich immer wieder in ausschweifenden Beschreibungen über die Gedanken und Gefühle seiner Figuren. Das macht das Lesen ermüdend und mehr als einmal war ich versucht das ein oder andere Kapitel zu überspringen. Im Bezug auf die Welt und Fabelwesen liebe ich ausführliche Erklärungen, aber wenn man eine Szene über mehrere Seiten liest und einfach nichts passiert, dann bin ich etwas genervt. Hier hätte E. L. Greiff sich ruhig etwas kürzer und kompakter ausdrücken können.
Die Handlung ist in drei Hauptstränge unterteilt, wodurch das Buch nicht so umfangreich wirkt wie es eigentlich ist. Allerdings muss man sich schon konzentrieren um allen Verstrickungen folgen zu können und nicht den Überblick zu verlieren. Nach dem ersten Drittel werden einige neue Figuren und Schauplätze eingeführt und ich hatte Mühe alles richtig zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Daher fand ich das Glossar am Ende sehr hilfreich, bei dem ich immer mal wieder nachschlagen konnte. Auch eine Karte ist vorhanden, durch die man die Reiserouten der Figuren problemlos nachvollziehen kann. 
Es handelt sich insgesamt um eine recht komplexe und anspruchsvolle Story und wer auf ein leichtes Lesevergnügen hofft könnte enttäuscht werden.

Auch die Fortsetzung der Reihe "In die Abgründe" besticht bereits wie der Vorläufer durch sein Detailreichtum. Insgesamt entwickelt sich die Geschichte interessant weiter und ich bin gespannt auf den letzten Band. Dennoch hoffe ich, dass es dann weniger langatmige Ausschweifungen geben wird. 


Gemeinsam Lesen #55



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.





1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Land der Dornen" von Colleen McCullough und bin auf Seite 177/575.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Der Geburtshelfer aus Sydney untersuchte Elizabeth gründlich und ließ dann Alexander ins Schlafzimmer rufen

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Der Einstieg war richtig klasse und hat mir total gut gefallen und Elizabeth hab ich soforts ins Herz geschlossen. Zwischendurch gab es jetzt einen längeren Abschnitt über Alexanders Vergangenheit, den hätte man meiner Meinung nach auch etwas kürzer halten können. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir das Buch bislang. 



4. Gibt es ein Buch das du mochtest, mittlerweile aber nicht mehr? Warum?

Buch fällt mir gerade keines ein, dafür aber ein Autor. Ich habe früher sehr gerne Jillian Hoffmann gelesen, muss aber sagen, dass mir ihr Schreibstil inzwischen leider nicht mehr zusagt. 

Sonntag, 19. März 2017

Gewinnspiel!!



Hey meine Lieben, 

da es lange kein Gewinnspiel mehr auf meinem Blog gab wird es mal wieder Zeit dafür. Seit knapp 2,5 Jahren gibt es meinen Blog nun schon und ich genieße die Zeit mit euch und das gemeinsame Erleben unserer großen Leidenschaft den Büchern!!


Ich habe in dieser Zeit an vielen tollen Aktionen teilnehmen können, habe einige neue Bücher und auch Genre für mich entdeckt und bin sehr gespannt was noch alles auf mich zukommen wird. Mein Blog wäre jedoch niemals so toll geworden, wenn es euch nicht gäbe. Ein rießengroßes DANKE an euch!! Ihr seid klasse und macht meinen Blog zu dem was er heute ist!!


Ihr habt Zeit bis zum 04.04.2017 und 23:59 Uhr, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Sollten mehr wie 20 Personen daran teilnehmen, werde ich zusätzlich noch ein kleines Überraschungsbuch verlosen. 




Zu gewinnen gibt es folgendes: 




Um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu können schreibt mir bitte einen Kommentar und beantwortet mir folgende Fragen:


Was gefällt euch besonders gut an meinem Blog und was würdet ihr gerne anders sehen?
Seit kurzem gibt es bei mir auch die "Buch vs. Film" Kategorie. Interessiert euch sowas, würdet ihr gerne mehr sehen?




Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

- Da sich das Gewinnspiel für meine Leser gedacht ist, haben nur Follower meines Blogs eine Gewinnchance.

- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist die Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich. 
- Der Versand der Gewinne erfolgt innerhalb Deutschland, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. 
- Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung des Gewinns ist leider nicht möglich. 
- Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass man als Gewinner öffentlich genannt werden darf. 
- Das Gewinnspiel endet am 04.04.2017 um 23:59 Uhr. 
- Der Gewinner/ die Gewinnerin hat genau 1 Woche Zeit sich bei mir zu melden, bezüglich des Versandes. Wird die Frist nicht eingehalten lose ich nach Ablauf der Woche einen neuen Gewinner aus. 


Liebe Grüße

eure



[Buch vs. Film] Die Säulen der Erde


Hey meine Lieben, 

"Die Säulen der Erde" von Ken Follett gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich habe noch nie einen derart großen Wälzer gelesen, der spannender geschrieben war. Was Ken Follett auf rund 1000 Seiten geschaffen hat, kann man wahrlich als Meisterwerk bezeichnen und heute möchte ich für euch das Buch mit der Verfilmung vergleichen. 




England 1123-1173: Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestlat annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen...


Das Buch habe ich bereits vor vielen Jahren gelesen und das nicht nur einmal. Ich war anfangs etwas abgeschreckt durch die vielen Seiten und hatte die Befürchtung die Geschichte könnte zu langatmig geschrieben sein. Doch das Gegenteil ist der Fall und ich war gefangen von der Atmosphäre des Mittelalters im damaligen England und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. 
Ken Follett hat lange davor zurück geschreckt sein Werk verfilmen zu lassen, da er Angst hatte es könnte bei einer normalen Spielfilmlänge zu viel gekürzt werden. 2010 war es dann endlich soweit und die Verfilmung wurde veröffentlicht, in vier Teilen und mit einer Gesamtlaufzeit von rund 400 Minuten. Dabei muss gesagt werden, dass es sich bei der Verfilmung um keine 1:1 Umsetzung handelt, denn das ist aufgrund der Komplexität der Geschichte einfach nicht umsetzbar. Sämtliche Veränderungen wurden allerdings von Ken Follett abgesegnet und er war sogar zeitweilig bei der Produktion dabei. 
Gedreht wurde hauptsächlich in Ungarn und Österreich, wobei die Produktion trotz eines 40 Millionen Dollar Budgets nicht mit den ganz großen Kinoproduktionen mithalten kann.
Tom Builder wird von Rufus Sewell verkörpert und die Rolle von Philip wird von Matthew Macfadyen gespielt. In den weiteren Rollen finden sich namhafte Schauspieler wie Ian McShane, Natalie Wörner, Otto Götz und Donald Shutterland, den man beispielsweise aus der Verfilmung von Panem kennt. Zudem hatte auch Ken Follett selbst eine kleine Rolle inne. 

Die erste halbe Stunde wirkte der Film auf mich etwas gehetzt, da Schlag auf Schlag eine Figur nach der anderen eingeführt wird. In nur wenigen Augenblicken erfahrt man hierbei ob es sich um einen Charakter auf der Seite der Bösen oder auf der Seite der Guten handelt. Ich für meinen Teil kannte ja bereits das Buch und konnte der Handlung daher gut folgen, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das etwas schwierig ist wenn man den Film sieht ohne die Geschichte zu kennen. 

Die Komplexität der Vorlage kann nicht erreicht werden, aber mit Fortlauf rückt das immer mehr in den Hintergrund. Die Macher schaffen es die düstere Atmosphäre des Mittelalters einzufangen und die Spannung dabei konstant hochzuhalten. Besonders beeindruckt hat mich dabei das Setting rund um den Kathedralenbau, der sehr aufwändig und detailliert konstruiert wurde. Auch die Kostüme und Landschaft kann überzeugen und lädt den Zuschauer auf eine Reise in die Vergangenheit ein. 
Ein wenig enttäuscht war ich zum Teil von den Kampfszenen bei denen es Donald Shutterland oftmals mühelos gelingt seine deutlich jüngeren Kontrahenten in Schach zu halten. Hier hätte dem ein oder anderen Schauspiel etwas mehr Kampftraining gut getan. 
Insgesamt habe ich mich über die komplette Laufzeit hinweg sehr gut unterhalten gefühlt und finde die Umsetzung des Romans ist mehr als nur gut gelungen.


Mit der Verfilmung ist ein Kunstwerk entstanden, dass man eher eigenständig sehen sollte, als eine Anlehnung an den Roman. Durch einen großartigen Cast, überzeugende Kulissen und jede Menge Spannung ist es den Machern gelungen ein großartiges Werk zu schaffen, dass ich jedem Mittelalterfan ans Herz legen kann. Man kann den Film gut ansehen ohne das Buch zu kennen, allerdings würde ich beides empfehlen, da sich die Werke gegenseitig gut ergänzen.

Samstag, 18. März 2017

[Rezension] Die Chorniken der Unsterblichen - Der Vampyr


Osteuropa im 15. Jahrhundert. Als der Inquisitor den Befehlt gibt, >>die Hexen zu verbrennen<<, muss Andrej sich mit seinem Erzfeind, dem Piratenkapitän Abu Dun, verbünden und Seite an Seite mit dem schwarzen Riesen gegen die schreckliche Gefahr kämpfen. Denn nicht nur Andrejs Leben und das seines Schützlings Frederic stehen auf dem Spiel, sondern das Schicksal ganz Transsilvaniens. Da erfährt er, dass seine geliebte Maria unter den Einfluss des düsteren Fürsten Dracul geraten ist...

Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten von zwölf Bänden der Reihe von die Chroniken der Unsterblichen. Irgendwie fällt es mir bei dem Band schwer einzuschätzen ob ich ihn nun wirklich gut fand oder eher nur durchschnittlich.
In diesem Band ist die Atmosphäre sehr dicht und düster, was Wolfgang Hohlbein vor allem durch die historischen Bezügen rund um die türkischen Kriege und Vlad Tepes erreicht. Der Schreibstil enthält einige Wiederholungen und wirkt nicht mühelos wie im ersten Band sondern eher gezwungen. Ich konnte die Geschichte nicht so locker und fließend lesen wie den ersten Band, was aber nicht an der Handlung an sich lag. 
Diese hält viele Actionszenen und spannende Momente parat und ich hatte oft Angst um die Figuren und habe regelrecht gebetet, dass sie heil aus allem heraus kommen. Dabei fällt leider auf, dass Andrej ungewöhnlich oft durch die seltsamsten Zufälle Situationen überlebt, die für jeden anderen tödlich geendet hätten. So wird das Buch leider vorhersehbar und man kann des öfteren bereits im Vorfeld erahnen wie die Ereignisse sich entwickeln werden. Einige Aktionen der Figuren erscheinen unrealistisch und wirken kaum glaubwürdig, ich glaube nicht, dass jemand in Wirklichkeit so handeln würde und konnte oftmals nur verwundert den Kopf schütteln. 
Insgesamt ist das Tempo im Vergleich zum ersten Band deutlich verringert, da viele Details aus der Vergangenheit immer und immer wieder wiederholt werden, oftmals sogar mit sehr ähnlichen Textstellen. Dennoch ist die Handlung interessant genug, dass ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Ich bin zuversichtlich, dass der dritte Band wieder etwas mehr Schwung bekommen und die Geschichte spannender fortgeführt wird. Zumindest hoffe ich es. 

Der zweite Band stellt eine solide Fortsetzung dar, die mit dem Auftakt der Reihe leider nicht ganz mithalten kann. Alles in allem ist es dennoch eine sehr lesenswerte Fantasylektüre die ich nur zu gerne weiter empfehle. 


Freitag, 17. März 2017

[Rezension] Die dreizehnte Fee - Erwachen


Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. >>Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?<<, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

"Die dreizehnte Fee - Erwachen" habe ich mir schon lange gewünscht und war richtig glücklich als ich es gestern endlich in den Händen gehalten habe. Ich wollte ursprünglich eigentlich nur kurz mal rein lesen und keine Ahnung wie es dazu kam, aber als ich wieder von meinem Buch aufgeblickt habe, war es bereits zu Ende gelesen. 
Ich war komplett gefangen von der Märchenwelt bei der Julia Adrian es gelungen ist klassische Märchenelemente mit der Geschichte zu verweben, wodurch ein ganz neues Märchen entstanden ist. Während man die Feen aus Dornröschen sonst eher als liebenswerte, süße Figuren kennt, werden sie hier als boshafte Hexen dargestellt vor denen sich alle Menschen fürchten. Dieser Blickwinkel war für mich sehr neu und zunächst ungewohnt aber zugleich auch hoch interessant und es hat mir viel Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen.
So wird die Protagonistin zwar von einem Prinzen wach geküsst, allerdings folgt danach kein Happy End sondern vielmehr das Gegenteil. Während man dieses Element mit dem Prinzen sehr gut und auf den ersten Blick aus einem anderen Märchen bereits kennt, so muss man bei anderen zweimal hinsehen um die wahre Bedeutung zu erkennen. Die dreizehnte Fee ist dabei keine typische Heldin. Sie hat einen starken inneren Konflikt, der vor allem durch ihre Gedanken und seelische Zerrissenheit deutlich wird. Nach außen hin wirkt sie hart und kalt und scheint nur auf Rache zu sinnen für das was ihr angetan wurde. Dann ist da aber auch die verletzliche Seite an ihr, die sich einfach nur nach ein wenig Liebe sehnt. 
Neben der dreizehnten Fee spielt der Hexenjäger eine bedeutende Rolle, wobei er mir irgendwie suspekt ist. Man wird nicht so richtig schlau aus ihm und er ist mehr als nur ein bisschen geheimnisvoll. Auch er hat einen inneren Konflikt, den uns die Autorin durch die Teilhabe an seinen Gedanken deutlich macht. Zum einen will er nur sein Ziel verfolgen und alle Feen vernichten, aber dann ist er auch fasziniert von der dreizehnten Fee. 
Nicht nur die Geschichte selbst konnte mich überzeugen, sondern vor allem auch der Schreibstil von Julia Adrian. Die Sätze sind zumeist recht kurz und einfach gehalten und gleichzeitig sind viele detailreiche Beschreibungen mit eingewoben. Ich bin komplett in der Welt der Feen versunken und habe nichts anderes mehr um mich herum wahr genommen. Ein wahres Leseerlebnis!

"Die dreizehnte Fee" war für mich ein ganzes besonderes Buch, da es so vollkommen anders ist als alles was ich sonst so kenne. Innovative Ideen und eine Erzählweise die sich stark an den ursprünglichen Märchen orientiert, lassen diese Geschichte zu etwas ganz besonderem werden. Ein wahres Muss für jeden der Fantasy und auch Märchen liebt. An dieses Werk kommt nichts anderes heran!





Wölkchens Freitags Fragen #29


Hey meine Lieben, 

heute nehme wieder bei Wölkchens Freitags Fragen von Wölkchens Bücherwelt teil :)


1. Was war für dich die beste Pflichtlektüre in deiner Schulzeit?

Ich kann mich nicht mehr an viele Bücher erinnern, aber mit großem Abstand haben mir zwei Bücher gefallen und das war zum einen "Das Vamperl" und "Potilla und der Mützendieb". Besonders das zweite habe ich geliebt und als Kind sehr sehr oft verschlungen.


2. Folgtst du eher deinem Kopf oder deinem Gefühl?

Ich bin ganz klar ein Gefühlsmensch. Zwar hat der Kopf auch immer ein Wörtchen mitzureden, aber am Ende entscheidet immer mein Bauchgefühl, denn die Entscheidungen bei denen ich auf mein Gefühl höre, habe ich noch nie bereut. 


Liebe Grüße
eure


Donnerstag, 16. März 2017

[Rezension] Das Mädchen im Dunkeln


Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gesprächt hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat - und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen.

Die Geschichte klingt zunächst einmal recht vielversprechend und ich habe mich wirklich darauf gefreut, dass Buch im Rahmen einer Leserunde mitlesen zu können. Zunächst lernt man Karen näher kennen und erhält Einblicke in ihr Leben, aber auch das ihrer besten Freundinnen. Dabei wird schnell deutlich, dass jede von ihnen mit einigen Problemen zu kämpfen hat und das Leben alles andere als perfekt ist. Dabei erlebt man die Erzählungen aus verschiedenen Perspektiven. 
Mir persönlich waren diese privaten Ereignisse und Schilderungen etwas zu ausschweifend. Die Autorin verliert sich darin lediglich und ich hatte das Gefühl, dass ihr mehrmals der rote Faden entglitten ist. 
Jessica lässt sich anfangs überhaupt nicht einordnen und ich hatte verschiedene Theorien über sie und auch einige Vorfälle die zunächst schockierend und mysteriös wirken. Aber auch hier verliert sich die Autorin wieder in ihren detailreichen Beschreibungen. Dadurch verliert die Geschichte an Tempo und Spannung und die Handlung wirkt zeitweise sehr zäh. 
Mich hat zwar interessiert wie es weiter geht und was wohl die Auflösung des ganzen ist, aber dennoch habe ich das Buch oft zur Seite gelegt und pausiert. Es konnte mich einfach nicht richtig fesseln und mitreißen. Auch der Schluss ist enttäuschend, vorhersehbar und etwas weit hergeholt. Da wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen. 

Ein Psychothriller der diesen Namen meiner Meinung nach nur in Ansätzen verdient hat. Die Grundidee ist gut, wurde aber nicht ausreichend überzeugend ausgearbeitet. Spannung kam nur selten auf und insgesamt lässt mich das Buch eher enttäuscht zurück.