Dienstag, 6. April 2021

[Rezension] Maske des Mondes

 

© drachenmond.de

Claire hatte sich das ganz anders vorgestellt. Das schüchterene Hausmädchen wird zum Mittelpunkt einer blutigen Mordermittlung. Gemeinsam mit dem jungen Inspector Powler begibt sie sich auf die Spur des Mörders, in dem Versuch, weitere Gräueltaten zu verhindern. Als sie bemerkt, dass ein Fremder ihr auf Schritt und Tritt verfolgt, ist es für eine Umkehr zu spät. 
Lewis van Alligtons Suche nach den Köpfen von Londons Unterwelt führt ihn indessen bis nach Berlin. Doch hinter nächtlichen Festen und Séancen verbirgt die Stadt so manches Geheimnis, das man leicht mit dem Leben bezahlt. 
Und als klar wird, dass die Ereignisse in Berlin eine blutige Spur durch London ziehen, beginnt für Lewis und Claire ein Wettlauf gegen die Zeit...


Vorab würde ich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da in diesem Teil Bezug auf den Schluss des Vorgängers genommen wird. 
Während im ersten Teil Lewis und sein Butler Dietrich im Vordergrund standen, rücken nun Inspector Powler und Claire an diese Stelle. Aber keine Sorge, die beiden Männer kommen dennoch nicht zu kurz und es gibt von Dietrich wieder einige humorvolle und zynische Seitenhiebe an Lewis. 

Neben Claire lernt man aber auch Paul näher kennen und er hat mich wirklich überrascht. Während er oft wie ein oberflächlicher Lebemann wirkt, steckt in Wahrheit sehr viel Tiefe in ihm. Er hat mich definitiv überrascht. 
Clarie musste jüngst einiges durchleben und ist anfangs sehr unsicher, schreckhaft und ängstlich. Aber je weiter die Geschichte voran schreitet, umso mehr kommt sie aus ihrem Schneckenhaus und öffnet sich. 
Zu guter Letzt macht auch Lewis eine große Entwicklung durch. Er stellt sich seinen inneren Dämonen und schafft es mehr und mehr seine Sucht hinter sich zu lassen und zu einem neuen Lewis zu werden. 

Der Fall war nicht weniger spannend als der letzte, jedoch gab es eine Entwicklung, die mir gar nicht gefallen hat. Ich sage nur: Chester. Wer das Buch liest, wird wissen was ich meine. Das war mir alles ein wenig zu aufgesetzt und over the top und hat für mich nicht in das Gesamtbild gepasst. Wie die Geschichte dann jedoch endet und der Ausblick auf einen dritten Teil, haben mich wiederum überzeugt. 


Durchaus wieder ein guter Roman mit Spannungsmomenten und Humor gespickt, konnte jedoch nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten. 




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