Samstag, 27. Februar 2021

[Rezension] Als das Leben unsere Träume fand

© luebbe.de

 

Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheisst eine zweite Chance für drei jungen Menschen. 

Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu stellen. 
Rosetta hat in einem sizilianischen Dorf dem Don die Stirn geboten und nur knapp eine Vergewaltigung überlebt. 
Die russische Jüdin Raquel ist die einzige Überlebende eines Pogroms, ihre kostbarste Habe ist die Erinnerung an die Liebe ihrer Eltern. 

Doch das Leben in der Neuen Welt stellt sie vor schier unüberwindbare Hindernisse...

Aus unterschiedlichen Gründen gelangen die drei Protagonisten nach Buenos Aires, in der Hoffnung ein neues, besseres Leben beginnen zu können. 
Der 20-jährige Rocco ist aus Palermo geflohen, um den Machenschaften der Mafia zu entkommen. Er erhofft sich Freiheit, fernab von Gewalt und Intrigen und setzt alles daran seine Träume zu erreichen. 
Nachdem sie nur knapp eine Vergewaltigung überlebt und den Zorn des Barons auf sich zieht, flüchtet sich Rosetta in ein neues Leben. 
Raquel schließt sich der Sociedad Israelita an, um vor ihrer boshaften Schwiegermutter zu fliehen und eine Anstellung als Dienstmädchen anzutreten. 
Buenos Aires ist eine schmutzige und gefährliche Stadt und in den Armenviertel zerplatzen die Träume unserer Figuren sehr schnell. 

Schonungslos beschreibt Luca di Fulvio die damalige Zeit, unbarmherzig und ohne Chance für die Armen dieser Welt. Besonders die Frauen haben es in dieser männerdominierten Welt schwer gegen die Rechtslosigkeit und Unterdrückung entgegen zu treten. 
Während zunächst von Rocco, Rosetta und Raquel gleichzeitig aber getrennt erzählt wird, verknüpfen sich die Handlungsstränge später zu einem gemeinsamen.
Lediglich die Geschichte von Raquel war für mich teilweise schwierig zu verfolgen, da sie immer wieder konstruiert und unrealistisch auf mich gewirkt hat. 


Der Roman handelt von Hoffnungen und Träumen in einer erbarmungslosen Zeit und Welt. Der Autor zeigt aber auch auf, dass man immer für seine Träume kämpfen und niemals aufgeben sollte. 



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