Samstag, 30. September 2017

[Rezension] Kalte Asche

© Quellenangabe: https://www.rowohlt.de/

Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner DAvid Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord...


"Kalte Asche" stellt den zweiten Band der David Hunter - Reihe dar, wobei man sämtliche Bände auch gut als Einzelbände lesen kann. Nachdem mir der Auftakt der Reihe sehr gut gefallen hat, war ich sehr begierig darauf den Folgeband zu lesen.
Vorab möchte ich noch erwähnen, dass Simon Beckett bei den Beschreibungen seiner Leichen sehr drastisch ins Detail geht und schonungslos verschiedene Verwesungsmerkmale oder Verletzungen erklärt. Jemand der eher zart besaitet ist und sich schnell ekelt oä. sollte daher lieber die Finger von dem Buch lassen.

David Hunter hat mir auch in diesem Band sehr gut gefallen. Er macht einen besonnen Eindruck auf mich, bei weitem nicht so unfehlbar, wie es die Hauptfiguren in anderen Thrillern oftmals sind. 
Auch die anderen Figuren in dieser Geschichte sind gut beschrieben und ich konnte sie mir sehr leicht vorstellen. Leider hat der Autor sie mit einigen klischeehaften Eigenschaften ausgestattet, die in der Summe ein bisschen zu viel des Gutes sind. So gibt es mürrische Seemänner, eine extrem neugierige und überall herum spionierende Journalistin und einen ungehobelten Polizisten, der sich von niemandem etwas sagen lassen möchte und stets alles besser weiß.

Das Ende hat mich sehr überrascht. Ich hatte zwar eine Vermutung um wen es sich schlussendlich handeln könnte, was den Täter betrifft und war mir dessen auch ziemlich sicher. Als ich dachte, dass der Täter gefunden und die Morde aufgeklärt sind, warten allerdings noch ein paar Überraschungen auf den Leser, die es wirklich in sich haben. Zudem gibt es auf den letzten Seiten (wie man es vom Autor ja kennt) noch einen richtig fiesen Cliffhanger, der neugierig auf Band drei macht. 



"Kalte Asche" ist ein solider, spannender Thriller, der ohne brutale Szenen auskommt. Für ich war die Chemie des Todes ein kleines bisschen besser geschrieben, denn hier gibt es zu viele Zufälle und Klischees. Dennoch werde ich die Reihe weiter lesen und bin gespannt auf den dritten Band. 



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