Samstag, 21. November 2020

[Rezension] Das Bootshaus

© blanvalet-verlag.de

Anlässlich seiner Hochzeit lädt Lucas seine alten Freunde mit deren Partnern in sein luxuiöses Haus an der Küste Cornwalls ein. Doch dann ereignet sich eine schreckliche Tragödie: Lucas' Schwester Alex ertrinkt. Sergeant Stephanie King und Detective Inspector Angus Brodie werden gerufen, aber alles deutet auf Selbstmord hin. 
Ein Jahr später lädt Lucas seine Freunde erneut ein, um seinen Hochzeitstag zu feiern. Doch ist das wirklich der Grund? Denn Lucas möchte ein Spiel spielen. Alle haben sie ihre Kostüme, ihre Rollen, und jeder muss mitspielen. Doch was will er von ihnen? Und was wird geschehen, wenn das Spiel vorbei ist? Dann stehen plötzlich auch Stephanie King und Angus Brodie wieder vor der Tür, auf der Suche nach einer vermissten Frau...

Zunächst wird man als Leser in die Vergangenheit geführt und erlebt das Aufeinandertreffen der Protagonisten anlässlich der Hochzeit von Lucas, sowie den tragischen Tod von Alex. Dieser Zeitsprung nimmt die ersten rund 100 Seiten für sich ein und war damit viel zu ausführlich. Fast alle relevanten Informationen hat man bereits im Klappentext gelesen. Für mich hat sich dieser Abschnitt ziemlich gezogen und ich war froh, als es dann endlich in das Hier und Jetzt ging. 

Erneut kommen Lucas und seine Freunde auf dem herrschaftlichen Anwesen zusammen. Und während ich anfangs noch die Hoffnung hatte, dass es jetzt endlich aufwärts geht, traf das Gegenteil ein. 
Das Spiel, welches Lucas mit allen Spielen möchte, ist nur komplett unlogisch aufgebaut und ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, wieso nicht wenigstens ein paar einfach gehen. Die scheinbaren Gründe dafür, waren für mich nicht stichhaltig. 
Sympathisch war mir tatsächlich auch niemand so wirklich. Jede Figur ist klischeehaft dargestellt und so gibt es zb. die blonde Schönheit, den Anführer, die Esoterik-Tante usw. Vielschichtige Charaktere sucht man vergeblich. 
Und das plötzliche Auftauchen der Ermittler hat dann auch nicht gerade zu einer besseren Handlung beigetragen. Die Geschichte ist so abstrus konstruiert, dass ich einfach nur den Kopf schütteln kann. 

Mehrmals wollte ich das Buch abbrechen, war dann aber doch zu neugierig auf das Ende. Aber auch hier wurde ich nur enttäuscht und habe das Buch am Ende frustriert zugeschlagen. 

Zum großen Teil gibt das Verhalten der Protagonisten überhaupt keinen Sinn und ich hab irgendwann aufgehört die glücklichen Zufälle zu zählen, die dafür sorgen, dass die Geschichte überhaupt voran kommt. Für mich leider ein kompletter Flop.



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