Donnerstag, 6. Februar 2020

[Rezension] Wolves

© ullstein.de

Ein toter Mann liegt in einem Zimmer, eine Pistole in der Hand. Tür und Fenster sind von innen verriegelt. Selbstmord, ganz eindeutig. Wäre der Tote nicht der ehemalige Detective Sergean Finlay Shaw, Freund und Ziehvater von Detective William >>Wolf<< Fawkes. Denn Wolf will es einfach nicht glauben. Gemeinsam mit Emily Baxter kämpft er gegen das scheinbar Offensichtliche. Erfolgslos, zunächst. Doch dann macht Wolf eine Entdeckung. Finlays Tod könnte mit einem spektakulären Drogenfall in Verbindung stehen, der vor Jahren aus dem einfachen Polizisten über Nacht einen Helden machte - und seinen Tod besiegelte?

Eigentlich ist der Fall ziemlich eindeutig. Eine Leiche in einem von innen verriegelten Raum, erschossen mit der eigenen Waffe. Ziemlich simpel. Zu simpel wenn es nach der Meinung von Wolf geht. Er kann es einfach nicht glauben, dass sein langjähriger Freund sich selbst gerichtet haben soll. Daher setzt er alles daran die Ermittlungen voran zutreiben und die Wahrheit herauszufinden. 

Wolf scheint Probleme magisch anzuziehen, denn bereits kurz nach dem Leichenfund hat er schon wieder einiges zu bewältigen. Dabei treibt er sein gesamtes Umfeld regelmäßig in den Wahnsinn. 
Emily Baxter war schwierig für mich dieses Mal. Ihr ständiges Hin und Her zwischen zwei Männern ergibt überhaupt keinen Sinn und bereits wenige Tage nach dem Geschlechtsverkehr schon von einer Schwangerschaft zu erfahren hat die Sache dann zu sehr überreizt. Da hatte ich von dem Autor doch mehr erwartet. 
Während ich Wolf und Emily noch gut in Erinnerung hatte, hat mir der Name "Rouche" gar nichts gesagt. Ich hatte keine Ahnung mehr um wen es sich hier handelt, da die vorangegangen Bände doch schon ein Weilchen her sind. Rückblenden fehlen komplett und so fiel es mir schwer diesen Charakter einordnen zu können. 

Zu Beginn nimmt die Story rasant Fahrt auf, die jedoch leider ab der Mitte wieder abflaut. Das Ende selbst ist nicht halb so dramatisch oder spannend wie es hätte sein können. Cliffhanger, überraschende Wendungen, all das habe ich doch etwas vermisst. Ich war mir relativ bald darüber im Klaren wer der Täter ist und auch das mögliche Motiv ist nicht schwer zu erahnen. Da wurde etwas Potenzial verschenkt.

Es gibt eine Zeitsprünge, die die Geschichte gut voran bringen und für Abwechslung sorgen. Allerdings verliert sich durch sie auch ein wenig der rote Faden und das macht die gesamte Geschichte so durchwachsen. 


"Ragdoll" hat mich begeistert, "Hangman" war schon etwas schwächer und auch "Wolves" kann mit dem ersten Band nicht mithalten. Dadurch fühle ich mich ein wenig enttäuscht, denn obwohl das Buch sich gut lesen lässt und unterhaltsam ist, so fehlt doch irgendetwas. 



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