Freitag, 11. Mai 2018

[Rezension] So tödlich nah

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Die Psychiaterin Nathalie Svensson unterstützt die Polizei bei besonders drastischen Fällen. Eines Nachts allerdings kann sie nur hilflos zusehen, wie ihr Liebhaber in Stockholm auf offener Straße erschossen wird. Er verblutet in ihren armen. Sie fühlt sich in einem Alptraum gefangen, denn zehn Jahre zuvor wurde ihr damaliger Freund ebenfalls ermordet. 
Nathalie versucht, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch jemand stellt Nathalie nahc. Sie bekommt bedrohliche Nachrichten und hat das Gefühl, verfolgt zu werden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Morden? Und ist sie das eigentliche Ziel?


Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der Nathalie-Svensson-Reihe. Ich hatte vor einiger Zeit zunächst den zweiten Band gelesen, da ich nicht wusste, dass es eine Reihe gibt. Man kann sie auch einzeln lesen, aber mir hat "Dominotod" so gut gefallen, dass ich dieses Buch auch unbedingt haben wollte. 

Mir fällt es irgendwie schwer das Buch zu bewerten. Während mir Nathalie im zweiten Band eine sehr sympathische Ermittlerin war, ging sie mir hier ständig auf die Nerven. Sie befindet sich mitten in einem Sorgerechtsstreit um ihre beiden Kinder und man bekommt das Gefühl sie hat nichts anderes im Sinn als möglichst viele Männerbekannschaften zu machen. Das passt für mich nicht zusammen und wirkt auch in keinster Weise glaubwürdig. 

Es gibt zwei Fälle, welche 10 Jahre auseinander liegen und doch miteinander zusammenhängen wie es scheint. Zu Beginn verlaufen diese zwei Handlungsstränge parallel und man switcht immer wieder zwischen den Zeiten. Im späteren Verlauf allerdings verdichten sich diese jedoch und es entsteht mehr und mehr ein großes Gesamtbild.

Der Schreibstil des Autors ist bisweilen etwas nüchtern und emotionslos, allerdings hat mir das Erzähltempo gut gefallen, da man flott voran kommt. Der Geschichte hätten jedoch ein paar Zufälle und Klischees weniger ganz gut getan um weniger konstruiert zu wirken. Auch ein wenig mehr Spannung wäre wünschenswert gelesen. Die Auflösung des Falls verläuft gekonnt, hält aber keine großen Überraschungen bereit. 

Ich bin doch etwas überrascht, dass mir die Fortsetzung "Dominotod" so viel besser gefallen hat als dieser hier. Insgesamt ein solider Krimi, der jedoch aufgrund zahlreicher Zufälle und Klischees einige Abzüge bekommt. Ich hätte mir etwas mehr Spannung und Tiefe gewünscht. 


Kommentare:

  1. Huhu :D

    Nüchtern und emotionslos klingt gar nicht gut, manchmal mag ich solche Krimis/Thriller aus dem hohen Norden ja ganz gerne, aber irgendwie verströmen sie immer wieder durch den Stil so eine gewisse Kälte!

    Den Autoren kannte ich hier noch gar nicht! ;)

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hi Jessi,

      ich fand es halt auch so schade, weil der zweite Band in der Hinsicht ganz anders ist.

      LG
      Bettina

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