Mittwoch, 18. September 2019

[Rezension] Das Ende

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Du bist 17 Jahre alt, es ist Sommer und nichts ist mehr wie zuvor. Denn du weißt, dass in wenigen Wochen ein riesiger Komet auf die Erde prallen und alles Leben auslöschen wird. Wie gehst du damit um, dein genaues Todesdatum zu kennen? Wie willst du die Zeit, die dir noch bleibt verbringen? Und vor allem, mit wem?

DAS ENDE ist die Geschichte von Simon und Lucinda in einer Welt vor dem Untergang. Die Tragödie um ihre Freundin Tilda bringt sie zusammen un wird zu einer gemeinsamen Obsession. Doch werden sie rechtzeitig Antworten auf all ihre Fragen bekommen?


Dieses Buch musste!!! ich unbedingt haben! Der Plot hat mich direkt gepackt und ich bin selbst sofort ins Grübeln geraten, wie ich wohl bei so einem Szenario reagieren würde. Verbringt man die Zeit mit Familie und Freunden zu Hause oder versucht man noch all die Dinge erleben, die man unbedingt einmal im Leben tun wollte? 

Lucinda hat mich in ihrer Rolle überzeugt. Sie ist bereits mit dem Thema Tod vertraut und reagiert daher weniger geschockt und verstört auf die Nachricht über den Kometen, als viele andere in ihrem Umfeld. Im Großen und ganzen scheint es, als hätte sich für sie kaum etwas geändert und dennoch ändert dieses Unglück alles. Ihren Gedankengängen konnte ich gut folgen und habe ihre Abschnitte gerne gelesen, es war tiefgründig, emotional und spannend. 
Dann ist da noch Simon. Mit ihm wurde ich leider bis zuletzt nicht ganz warm. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass es ihm total egal ist, dass in wenigen Wochen alles Leben auf der Erde ausgelöscht ist. Ich war mir unsicher ob Simon wirklich realisiert was da gerade passiert um ihn herum. 
Sein bester Freund konnte mich da viel mehr von sich überzeugen und ich hätte gerne mehr von ihm gelesen. 

Später spielt dann noch Tilda, Simons Freundin eine wichtige Rolle. Die Ereignisse rund um ihre Person waren zwar interessant, haben aber meiner Meinung nach zu viel Raum eingenommen. Ich hatte das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte dadurch in den Hintergrund verdrängt wurde. 

Der Schluss selbst war für mich sehr abrupt, wenn man bedenkt wie ausführlich die Szenen davor behandelt werden. Es hatte kein rundes Ende und ich habe weiterhin einige ungeklärte Fragen, auf die ich nun wohl keine Antwort erhalten werden. So ganz zufrieden bin ich daher nicht. 

Der Plot hat mich total neugierig gemacht, allerdings wurde das vorhandene Potenzial nicht gänzlich genutzt. Der "Kriminalfall" hat für meinen Geschmack zu viel Raum bekommen, wodurch das eigentliche Thema in den Hintergrund gerutscht ist. Gut gefallen haben mir dagegen die Einblicke in die Gedankenwelt der Jugendlichen und die ganz unterschiedliche Art mit der jeder mit diesem Schicksal umgegangen ist.


Vielen lieben Dank an den Arctis Verlag für das Rezensionsexemplar!
Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Arctis Verlag und erhält Werbung für "Das Ende" von Mats Strandberg.

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