Montag, 29. April 2019

[Rezension] Eine wie wir

© https://www.w1-media.de/arctis-verlagsgeschichte


Kay Donovan ist siebzehn und besucht die Bates Academy in Neuengland. Als ihre Clique die Mitschülerin Jessica Lane tot auffindet, gerät Kays sorgsam entworfenes Internatsdasein ins Wanken. Sie erhält einen verschlüsselten >>Racheblog<<, in dem Jessica sie und weitere Mädchen verschiedener Vergehen beschuldigt. Und ihr darin droht: Sollte Kay nicht jede Einzelne mit ihrem Fehltritt konfrontieren, würde ihr eigenes Geheimnis auffliegen...


Ich habe mich riesig auf das Buch gefreut, da mich die Grundidee grob an Pretty Little Liars erinnert hat und die Serie mochte ich damals sehr gerne. 
Das Cover selbst gefällt mir gut und es symbolisiert den Internatscharakter sehr gut. 

Protagonistin Kay hat mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Anstatt sich ihrer ach so wichtigen Clique anzuvertrauen bzgl. des Racheblogs, spricht sie lieber mit einem fremden Mädchen, dem sie bis dato keinen zweiten Blick geschenkt hatte. Das war für mich nicht so ganz glaubwürdig und auch wie deren Zusammenarbeit zustande kommt, war eher fragwürdig. 
Bis zum Schluss wurde mir Kay nicht sonderlich sympathisch, da ich mich mit ihrem selbstsüchtigen Verhalten kein bisschen identifizieren kann. 
Spencer wiederum mochte ich wiederum richtig gerne und sie hat ihre Rolle auch authentisch verkörpert. 

Die Story selbst hat mich gut unterhalten, allerdings war sie an der ein oder anderen Stelle etwas vorhersehbar. Hier wäre es schön gewesen, wenn es etwas mehr Spannung und Geheimnisse gegeben hätte. 
Der lebendige Schreibstil sorgt allerdings dafür, dass man die Lügen und Intrigen hautnah miterlebt und es wird deutlich welch verheerende Folgen Mobbing haben kann. Besonders in der heutigen Zeit ist das Thema leider immer wieder sehr präsent und die Autorin hat sich der Thematik wunderbar angenommen.


"Eine wie wir" ist eine tragische und emotionale Geschichte über eine junge Frau, die sich sowohl mit ihrer Vergangenheit, als auch Gegenwart und Zukunft auseinander setzen muss. Mobbing, Freundschaft und Ehrlichkeit spielen eine zentrale Rolle und wurden überzeugend von der Autorin zusammengefügt. Lediglich Kays Art und stellenweise fehlende Spannung sorgen dafür, dass ich leider ein paar Punkte abziehen muss.



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