Freitag, 8. Februar 2019

[Rezension] Vanitas

© droemer-knaur.de

Wien, Zentralfriedhof. In einem der zahlreichen Blumenläden arbeitet eine Frau, die nicht ist, was sie scheint. Die verbergen muss, dass sie noch am Leben ist. Die ihre Vergangenheit vergessen will - bis ein Blumengruß für sie zum tödlichen Zeichen wird. 

"Vanitas" ist das vierte Buch der Autorin, das ich nun gelesen habe und so ganz überzeugen konnte sie mich leider nicht. Die Idee finde ich großartig und im Bezug auf die Blumen hat die Ursula Poznanski ganze Arbeit geleistet und wirklich viele tolle Details mit in die Geschichte eingeflochten. Man erfährt einiges über die Bedeutung der verschiedenen Pflanzen, die einen starken Einfluss auf die Ereignisse rund um Caro nehmen. 

Die Geschichte wird aus der Sicht von Caro erzählt, wodurch man ihren Gedanken und ihrer Vorgehensweise näher gebracht wird. Oftmals konnte ich ihre Entscheidungen jedoch so gar nicht nachvollziehen, da sie in meinen Augen recht naiv und manchmal sogar ziemlich dumm waren, in Anbetracht ihrer Situation. Auf der einen Seite hat Caro eine starke Paranoia entdeckt und dann getötet zu werden, auf der anderen Seite scheint sie genau die sehr oft zu vergessen und stürzt sich geradezu in Situationen die all das gefährden. Für mich leider überhaupt nicht nachvollziehbar. 

Für gewöhnlich bin ich bei der Autorin ein flottes Tempo der Geschichte gewohnt, hier wartet man leider vergebens darauf. Die Geschichte zieht sich ziemlich in die Länge und es dauert sehr lange bis dann doch mal ein wenig Spannung aufkommt und etwas passiert. Zudem wird Caro's Vergangenheit zwar immer wieder vage angedeutet, aber genaueres erfährt man als Leser lange nicht. Das hat ab einem gewissen Punkt dann auch nur noch genervt, weil dass etwas war, hab ich schon nach dem ersten Mal kapiert und bräuchte nicht alle paar Seiten eine erneute Erinnerung daran. 

Der Schluss war in meinen Augen recht übereilt und konstruiert und konnte mich so gar nicht begeistern. Es gab keine großen Überraschungen und einen finalen Höhepunkt sucht man ebenfalls vergeblich. 

Der spannende Klappentext hat mich direkt aufmerksam auf das Buch gemacht, doch leider verflog die erste Euphorie schon nach wenigen Seiten und die Geschichte hat sich sehr gezogen. Ich habe lange überlegt welche Bewertung ich geben soll und mich letztlich für drei Herzen entschieden, es wären aber beinahe zwei geworden. 


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