Samstag, 4. April 2020

[Rezension] Ruf der Rusalka

© drachenmond.de

Lewis hat sich geschworen, es nie wieder zu tun. Doch der faszinierenden Fremden kann er nicht widerstehen. Als Londons größter Ermittler soll er den Mord an ihrer Freundin aufklären. aBer mit jedem Schritt holen ihn die Bilder seiner Vergangenheit wieder ein und drohen ihn unter sich zu begraben. Wäre da nicht die Frau an der Themse. Kann sie ihn vor sich selbst retten? 
Kate kann endlich der Eintöigkeit Manchesters entkommen und wagt sich nach London, um ihren Traum nachzujagen: der nächsten großen Story. Und was wäre größer als ein Serienmörder?
Aber die Morde sind erst der Anfang. Kate und Lewis tauchen ein in eine Welt der Geheimgesellschaften und okkulten Rituale. Können sie die Vernichtung Londons noch aufhalten?

Die Geschichte beginnt mit der abwechselnden Vorstellung von Lewis und Kate. Lewis ist ein wohlhabender Mann, der mit einer düsteren Vergangenheit zu kämpfen hat und immer wieder dem Alkohol verfällt. Sein Butler Dietrich kümmert sich einfach hervorragend um ihn, wobei er seinem Herrn stets den Respekt entgegenbringt den Lewis seinem Körper gegenüber hat. Also nicht sonderlich viel. Daher kommt es regelmäßig zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen den beiden, welchen man als Leser stets mit einem amüsierten Schmunzeln beobachtet. 
Dietrich war für mich die Überraschung schlechthin, denn einen typischen Butler der damaligen Zeit stellt man sich definitiv anders vor. Für mich meine liebste Figur dieser Geschichte. 
Kate wiederum ist eine junge, ehrgeizige Frau, die der Eintönigkeit Manchesters entflieht und in London als Reporterin groß heraus kommen möchte. Ihr Mut ist überaus bewunderswert, denn angesichts der damaligen Stellung der Frau in der Gesellschaft hat sie mit ihrer Berufswahl nicht unbedingt einen leichten Weg eingeschlagen. 

Schauplatz ist das viktorianische London und die detailreichen Beschreiben der Stadt zu dieser Zeit lassen den Leser direkt eine kleine Zeitreise unternehmen. Egal ob die Stadt selbst, die Geschäfte oder einfach nur die Kleidung der Menschen, alles ist sehr bildhaft beschrieben und man kann sich gut in die Figuren und ihr Leben hineinversetzen.

Als Lewis einer unbekannten, mysteriösen Frau begegnet nimmt er nach einigem Zögern Ermittlungen im Fall einer ermordeten Frau auf und stellt sich dabei auch seinen eigenen inneren Dämonen. Dabei ist er nicht unbedingt ein einfacher Zeitgenosse, aber dennoch habe ich ihn sehr lieb gewonnen.

Ab der Mitte etwa hatte ich meine eigenen (wie ich fand überaus cleveren) Ideen wer der Täter sein ausgiebig gegeneinander abgewogen und war mir meiner Sache ganz sicher. Was dann zum Ende hin allerdings passiert hat mich eiskalt erwischt und extrem überrascht. Damit hatte ich definitiv nicht gerechnet! Ein zwei Tränen sind auch geflossen, da der Schluss ziemlich emotional wurde und mich tief berührt hat. 

Ich hatte immer erwartet, dass die Handlungsstränge der beiden zum Ende hin miteinander verknüpft werden, das ist jedoch nicht so wirklich der Fall. Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte. 

Lewis und sein Butler Dietrich sind definitiv außergewöhnliche Zeitgenossen, die man allerdings unbedingt erlebt haben sollte. Ich hoffe wirklich sehr, dass der Autor uns noch viele weitere Geschichte mit den beiden erleben lassen wird. 


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