Mittwoch, 24. März 2021

[Rezension] Hush - Verbotene Worte

© loewe-verlag.de

Shae lebt in Montane, einem Land, in dem Sprache Macht bedeutet. Mit eiserner Hand regieren die Barden über das verarmte Volk. Denn nur sie können mit ihren Worten die Magie kontrollieren. Shae fürchtet sich umso mehr von ihnen, weil sie ein Geheimnis hat: Alles, was sie stickt, wird lebendig. Aber dann passiert etwas, das ihr keine Wahl lässt, als Antworten bei den Barden zu suchen. Und schnell lernt Shae, wie mächtig Worte wirklich sein können...

In Montane herrschen die Barden über das Land, denn mit ihren Beschwörungen können sie Macht über die Menschen ausüben. Tinte, Schrift und vor allem Bücher sind hoch gefährlich und können zum Tod führen und daher können nur sehr sehr wenige Menschen überhaupt lesen. Das Wort der Barden ist Gesetz und die meisten Bewohner leben in ständiger Angst vor dem blauen Tod. Hier merkt man deutlich wie die Autorin das Thema Fake News einarbeitet und wie verherend es sein kann, wenn man sich keine eigene Meinung bilden kann, sondern auf andere angewiesen ist. 

Die Geschichte wird aus der Sicht von Shae erzählt. Sie ist eine impulsive junge Frau, die often handelt bevor sie denkt und sich dadurch immer wieder in brenzlige Situationen bringt. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt und ich habe sie direkt lieb gewonnen. 
Die Autorin spielt hier auch mit dem Leser. Man ist ständig in der Ungewissheit ob Shae langsam verrückt wird und halluziniert oder ob das alles um sie herum wirklich passiert. 

Es gibt auch eine kleine Lovestory in der Geschichte, allerdings bleibt diese sehr vage und lässt Raum für die eigene Fantasy. 
Die Handlung wird temporeich erzählt, kommt dabei aber ohne große Action aus. Nie kann man sich sicher sein wer Freund und Feind ist und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Ein wirklich gelungener Auftakt!




Dylan Farrow greift mit ihrem Debütromand brandaktuelle Themen wie Fake News und Propaganda auf und zeigt wie viel Macht in so manchem Wort stecken kann.



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