Mittwoch, 3. März 2021

[Rezension] Trauma - Kein Entkommen

© dtv.de

 


Zwei Tote, der eine ertrunken im See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Zwei Fälle, die mit den unbewältigten Traumata der Getöteten verbunden sind. Je tiefer die Münchner Mordermittlerin Katja Sand gräbt, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. 

In München wird ein Toter aus einem Baggersee geborgen und alles deutet auf Selbstmord hin. Für Ermittlerin Katja Sand gibt es jedoch einige Ungereimtheiten und ihr Bauchgefühlt sagt ihr, das mehr hinter dem Tod des Mannes steckt. Kurz darauf wird eine zweite Leiche geborgen, erstickt in einem Kühlschrank. Erneut sieht es nach Selbstmord aus. 
Katja Sand und ihr Kollege nehmen die Ermittlungen auf und stoßen dabei auf einigen Widerstand...

Neben der klassischen Ermittlungsarbeit erhält man als Leser auch Einblicke in das Privatleben von Katja, welches derzeit nicht sehr rosig verläuft. Mit ihrer Teenie-Tochter gibt es einige Spannungen und dann ist da auch noch ein Trauma aus Katjas Kindheit, das sie bis heute verfolgt. Insgesamt hat mir ihre private Geschichte einen zu hohen Anteil eingenommen. Kollege Rudi Dorfmüller war mir auf Anhieb richtig sympatisch und tatsächlich mochte ich ihn mehr als Katja selbst. Er ist ein sehr direkter und offener Mensch und stets für seine Freunde da. 

Beide Leichen litten unter schweren Traumata und waren diesbezüglich auch in Behandlung. Diese Thematik war richtig interessant und anschaulich umgesetzt. Für meinen Geschmack jedoch war ziemlich früh klar wer der Täter ist und lediglich das Motiv habe ich erst zum Schluss erfahren. Unter einem Thriller stelle ich mir dann doch mehr Spannung und Nervenkitzel vor. 

"Traume - Kein Entkommen" bietet eine gute und solide Story, die mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass man den Täter nicht so schnell herausfindet, sondern mehr überrascht wird. Es wirkte auf mich mehr wie ein Krimi als ein Thriller. 




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