Samstag, 13. Oktober 2018

[Rezension] Rachewinter

© goldmann-verlag.de

Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, kommen auf mysteriöse Weise ums Leben - und alle haben sich kurz vor ihrem Tod mit derselben geheimnisvollen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei setzen sie ihre Recherchen jedoch hartnäckig fort, erst recht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken - und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel...


"Rachewinter" ist der dritte Teil der Pulanski-Reihe, wobei man sämtliche Bände auch ohne Probleme einzeln und unabhängig voneinander lesen kann. Ich mochte die anderen Fälle sehr gerne und habe mich daher riesig über diese Fortsetzung gefreut. 

Neben den üblichen Ermittlungen von Walter Pulanski und den Nachforschungen von Evelyn Meyers hat Andreas Gruber sich dieses Mal auch dem Thema Transgender zugewendet. Dabei hat man wieder sehr deutlich gemerkt, wie viel Arbeit der Autor in seine Recherchen steckt. Das Thema war richtig gut umgesetzt und hat mich zum Nachdenken angeregt, zugleich aber auch sehr gefesselt. 

Die Geschichte ist gespalten in zwei Handlungsstränge. Zum einen verfolgt man Evelyn Meyers und deren Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Dabei lernt man auch ihren neuen Assistenten Flo näher kennen, der nach seiner abgeschlossenen Polizeiausbildung auch noch Jura studiert und nebenbei als Rettungssanitäter arbeitet. 
Walter Pulanski stellt in Leipzig seine eigenen Ermittlungen an, die jedoch nicht so gut voran kommen wie er es gerne hätte. Seine Konzentration wird immer wieder gestört, da ihm seine Tochter derzeit öfter Kopfzerbrechen bereitet. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin mischt sie sich in seinen Fall ein und spielt Detektiv, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Das ist der einzige Kritikpunkt für mich in dieser Geschichte, jedoch hat er mich stark gestört. Es war einfach unglaubwürdig, wie die zwei Mädels sich verhalten haben, es entbehrt jeglicher Logik und wäre zudem für die Story selbst überhaupt nicht nötig gewesen.

Schon auf den ersten Seiten gelingt es dem Autor den Leser in seinen Bann zu ziehen. Nach und nach baut sich immer mehr Spannung auf, die dann am Ende in einen finalen Showdown mündet. Ich bin dabei auf so manche falsche Fährte herein gefallen und war zuletzt doch recht überrascht von der Auflösung des Falles.  


Ein weiterer spannender und nervenaufreibender Fall, den Andreas Gruber uns bietet. Ich habe mich großartig unterhalten gefühlt und empfehle dieses Buch von Herzen gerne weiter. 





Vielen Dank an derHörverlag für das Rezensionsexemplar!


Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit derHörverlag und enthält Werbung für "Ohne ein einziges Wort" von Rosie Walsh.

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